#OpenAndActive

Machen Sie mit uns eine digitale Donaureise!

Erkunden Sie mit unserer digitalen Donaukarte den großen Strom zur Einstimmung schon vorab vom Wohnzimmer aus. Die Karte gibt in abwechslungsreichen Etappen Einblicke in den Donauraum – von der Mündung der Donau ins Schwarze Meer bis zur Schallaburg. Entdecken Sie faszinierende Geschichten rund um die Donau, spannende Porträts ihrer Bewohner sowie ungewöhnliche Exponate. Wir wünschen eine schöne Reise!

Kilometer 0 – Sulina

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© Jürgen Haberhauer

Unsere Reise startet in Sulina. Hier mündet die Donau in einem kaum überblickbaren Labyrinth aus Armen, Kanälen und Sümpfen ins Schwarze Meer. Weshalb Stromkilometer 0? Die Kilometerzählung der Donau beginnt in ganz untypischer Weise nicht an der Quelle, sondern an ihrer Mündung.

#Video – Tulcea, das Tor zum Donaudelta

Film und Schnitt: Cornelia Vinzens

Weiter geht's in die rumänische Hafenstadt Tulcea. Sie ist Dreh- und Angelpunkt für die Erkundung des Donaudeltas. Der wohl berühmteste Einwohner ist Ivan Patzaichin, Olympiasieger und Weltmeister im Kanusport. In Medaillen gemessen ist er der erfolgreichste rumänische Sportler aller Zeiten – sein Aufritt bei den Olympischen Spielen in München 1972 legendär: Obwohl im Qualifikationslauf sein Paddel brach, holte er letztendlich Gold.

Willkommen im Biosphärenreservat Donaudelta

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© Dominik Heher

Auf rund 5800 Quadratkilometern – das entspricht etwa der Größe des Mostviertels – beherbergt dass Reservat mehr als 4.029 Tierarten. Die Hälfte davon sind Insektenarten, 110 sind Fischarten. Nattern, Schlangen und Schildkröten sind ebenfalls vertreten, außerdem 324 verschiedene Vogelarten. Am bekanntesten ist der Rosapelikan: er ist das Symboltier des Deltas. Aber auch Säugetiere tummeln sich hier, etwa Mönchsrobben, Hermeline oder Wildschweine.

#Donauwissen

Mit ihren etwa 2.800 Kilometern ist die Donau nach der Wolga der zweitlängste Strom Europas. Sie entspringt im Schwarzwald und mündet ins Schwarze Meer. Damit durchquert sie als einziger großer Fluss Europa in west-östlicher Richtung. Kein Strom der Welt verbindet so viele unterschiedliche Länder – nämlich 10 Staaten –, Sprachen und Mentalitäten wie die Donau. Sie ist zugleich Wasserstraße und Grenze, Lebens- und Wirtschaftsraum, Realität und Mythos.

#Donauschätze

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© Schallaburg, 1945

Diese Briefmarke warb für den Bau der Freundschaftsbrücke, die seit 1954 Rumänien und Bulgarien zwischen Giurgiu und Russe verbindet. Mit imposanten 2.800 Metern Länge sollte das Bauwerk die Donau und damit die hartnäckige Sprach- und Kulturgrenze zwischen diesen beiden Staaten überwinden. Die Brücke der Freundschaft blieb mehr als ein halbes Jahrhundert lang (neben einer Handvoll Fähren) der einzige feste Übergang zwischen den beiden Staaten.

km 496 – Russe, das Tor zu Europa

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© Dominik Heher

Ahoi aus der größten bulgarischen Hafenstadt an der Donau! Der Spaziergang durch Russe fühlt sich seltsam vertraut an. Kein Wunder, wird das kulturelle Zentrum Nordbulgariens doch auch „kleines Wien“ genannt. Die Donau spielte für Russe schon immer eine wichtige Rolle. Bereits die Römer hatten hier eine Flottenbasis und als Transportweg bringt sie seit jeher nicht nur Waren, sondern auch Ideen in die Stadt. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde Russe so zum kulturellen Einfallstor für Westeuropa.
Im Bild: Das Theater von Russe, das 1898 bis 1902 nach Plänen des Wiener Architekten Peter Paul Brang errichtet wurde.

#Video – Russe, weltoffene Grenzstadt

Film und Schnitt: Cornelia Vinzens

Die Vielfalt der in Russe herrschenden Sprachen, Religionen und Kulturen beflügelte immer wieder die Fantasie von Reisenden und Schriftstellern – darunter der in Russe geborene Elias Canetti.

Mehr über den Literatur-Nobelpreisträger erfahren Sie hier im Interview mit Penka Angelova, der Leiterin der Internationalen Elias-Canetti-Gesellschaft in Russe.

#Faktencheck

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© Katharina Höfler

Die Vorstellung der "schönen blauen Donau" wurde maßgeblich vom Strauß'schen Walzer Donauwalzer geprägt. Doch in Wahrheit zeigt sich die Donau in vielen Farben. 1903 beobachtete der Hydrograf Anton Bruszkay jeden Morgen ihre Farbe und suchte vergeblich nach dem schönen Blau: "An 11 Tagen braun, an 46 Tagen lehmgelb, an 59 Tagen schmutziggrün, an 5 Tagen grasgrün, an 69 Tagen stahlgrün, an 46 Tagen smaragdgrün und an 64 Tagen dunkelgrün.“ In dieser Zusammenstellung der Donauaufnahmen von Katharina Höfler, zeigt es sich dann aber doch, das schöne Blau.

km 943 – Eisernes Tor

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© Pixabay

Das Eiserne Tor an der der Grenze zwischen Serbien und Rumänien galt lange Zeit als Schrecken der Donauschifffahrt. Das wilde Gewässer wurde gezähmt, als von 1964 bis 1972 das leistungsstärkste Wasserkraftwerk an der Donau errichtet wurde: Eisernes Tor I – kurz danach folgte Eisernes Tor II. Wie auch anderorts blieb ein derart massiver Eingriff die Flusslandschaft nicht ohne massive ökologische Folgen. Für wandernde Fischarten, wie Störe oder Donauheringe sind die Kraftwerke etwa ein unüberwindbares Hindernis beim Laichen.

Werfen wir einen Blick nach Österreich: Hier sorgte der geplante Bau eines Flusskraftwerks 1984 für eine legendäre Initiative. AktivistInnen verhinderten durch die spektakuläre Besetzung der Hainburger Au überraschend den Kraftwerkbau.

Ada Kaleh – Die versunkene Insel

Film und Schnitt: Cornelia Vinzens

Ahmet Engür ist einer der letzten heute noch lebenden Bewohner von Ada Kaleh. Die etwa 1700 Meter lange und 500 Meter breite Insel inmitten der Donau, gegenüber der heutigen Stadt Orşova, war das prominenteste Opfer des Kraftwerkbaus Eisernes Tor. Als klar wurde, dass sie in den Fluten der Donau versinken würde, lebten noch ein paar hundert Menschen auf der Insel – fast alle zur türkischen Minderheit gehörig.

#Tierstimmen – Ein Stör erzählt

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Illustration: Katrin Schubert

Der alte Beluga­Stör Stanimir ist wohl der letzte seiner Art in der Donau. Als ausdauernder Wanderer durchschwamm er einst die Donau vom Schwarzen Meer bis nach Deutschland und zurück. In den letzten 107 Jahren hat er so viel erlebt, dass er jetzt keine Eile mehr hat. Heute ist Stanimir kein Reisender mehr. Was ihm bleibt, ist die Erinnerung.

Stanimirs Erzählungen gibt's hier zum Anhören. In der Ausstellung wird er, gemeinsam mit anderen tierischen Stimmen, zu Wort kommen und Interessantes und Lustiges über die Donau berichten.

km 1145 – Vinca, die Wiege Europas

 

Film und Schnitt: Cornelia Vinzens

Um 5000 v. Chr. war der Balkanraum und insbesondere der Donauraum mit seinen Nebenflüssen die am höchsten entwickelte Region Europas. Über die Donau und ihre Nebenflü̈sse wanderten diese Kulturleistungen später langsam bis nach Westeuropa. In Vinca befand sich etwa einst die größte Siedlung einer jungsteinzeitlichen Hochkultur. Die nach dem Ort benannte Vinča-Kultur war eine der fortschrittlichsten Gesellschaften Europas mit weitreichenden Handelsbeziehungen und ersten Techniken der Metallverarbeitung.

Spannende Einblicke gibt uns der hier tätige Archäologe Dragan Janković.

#Donauschätze

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© National Museum in Belgrade, Late Neolithic and Eneolithic Collection

Die Hinterlassenschaften der Vinča-Kultur zählen zu den größten Schätzen des Donauraums. Eines der typischen Erzeugnisse der Vinča­Kultur sind Frauenfiguren mit großen Augen und ausge- streckten Armen. Die Deutung ist umstritten, doch höchstwahrscheinlich hatten sie, eine rituelle Funktion.

km 1170 – Belgrad, eine blutige Geschichte

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© Pixabay

Zahllose Kriege wurden an den Ufern der Donau geführt, Friedensverträge verhandelt, Burgen strategisch platziert, umkämpft, zerstört, wiederaufgebaut. Keine andere Stadt wurde wohl so viel durch Kriege in Mitleidenschaft gezogen wie Belgrad. Über 115 Mal soll Belgrad belagert, mehr als 30 Mal mehr oder weniger zerstört worden sein. Und immer wieder rafften sich seine Bewohnerinnen und Bewohner auf, die Stadt wiederaufzubauen.

#Donauschätze

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Johann Gottfried Auerbach, spätestens 1723 | Wien, Belvedere, Wien, Inv.-Nr. Lg 200 (1969 Leihgabe des Vereins der Freunde der Österreichischen Galerie Belvedere sowie der Kammer der gewerblichen Wirtschaft, Wien)

Sowohl mit der Festung von Belgrad als auch mit Petrovaradin ist vor allem der Name Prinz Eugen verbunden, der in Schlachten bei Petrovaradin und Belgrad seinen Ruf als Bezwinger der Osmanen in Stein meißelte. Seine Siege ließen das Habsburgerreich zur Donaumonarchie aufsteigen. Der kaiserliche Kammermaler Johann Gottfried Auerbach wurde zu Ehren Prinz Eugens mit mehreren Porträts beauftragt. Dieses in der Ausstellung ausgestellte Werk wird dem Maler zugeschrieben.

Apatin – Ein Zentrum der "Donauschwaben"

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Modell einer „Ulmer Schachtel” Spitz, Schifffahrtsmuseum Spitz, Foto: Christoph Fuchs

Apatin steht damit beispielhaft für das Schicksal der Donauschwaben. Nachdem die Habsburger Ende des 17. Jahrhunderts den Osmanen Ungarn und das nördliche Serbien entrissen hatten, förderte der Hof in Wien die Ansiedlung neuer Arbeitskräfte. „Ulmer Schachteln“ brachten laufend neue Siedlerinnen und Siedler aus deutschen Gebieten, und so war Apatin bis ins 20. Jahrhundert eine mehrheitlich deutsche Stadt. Im Zuge der anti-deutschen Vergeltungsmaßnahmen nach dem Zweiten Weltkrieg wurden viele Bewohner jedoch als vermeintliche Kollaborateure deportiert und in Straflagern interniert. Andere waren schon 1944 geflohen. Heute setzt sich die Bevölkerung von Apatin fast ausschließlich aus Serben zusammen.

#Faktencheck

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Donaukarte, © Groenlandbasel, Basel

Heute bildet die Donau auf etwa 1070 Kilometern – und damit auf mehr als einem Drittel ihrer Gesamtlänge – Staatsgrenzen. Das wirft die Frage auf: Ist die Donau eine Art natürliche Barriere, die sich quer durch Europa zieht? Für die Römer bedeutete sie immerhin das Ende der zivilisierten Welt. Andererseits haben Menschen die Donau immer schon überquert, ob schwimmend, mittels Booten oder auf Brücken. In den vergangenen drei Jahrzehnten sind die Staatsgrenzen der Donau zum Großteil durchlässiger geworden. Heute sind sieben der zehn Donau-Anrainerstaaten bereits Mitglieder der Europäischen Union. Es ist denkbar, dass die Überquerung der Donau in absehbarer Zukunft fast überall ohne Grenzkontrollen möglich sein wird.

#Tierstimmen – Eine Haselmaus schlemmt sich durch Ungarn

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Hilda Haselmaus, Illustration: Katrin Schubert

Weiter geht die Reise, und zwar nach Ungarn! Hier warten kulinarische Höhepunkte ohne Ende: In Baja kommt die berühmte Fischsuppe Halászlé auf den Tisch, im Herzen eines bedeutenden ungarischen Rotweingebietes wird „Stierblut“ verkostet und im kleinen Ort Kalocsa wird der Paprika geradezu kultisch verehrt wird.

In unserem Erzählpfad in der Ausstellung schwärmt Haselmaus Hilda von den ungarischen Köstlichkeiten. Hier gib's einen Vorgeschmack auf ihre maus-ergewöhnlich lustige Erzählung.

#Rezept – Bajai Halászlé (Bajaer Fischsuppe)

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© Cornelia Vinzens

Zutaten:
1 kg Fisch
1 große Zwiebel
1 EL Paprikapulver, edelsüß
1 scharfe Paprikaschote
1,2 l Wasser
Salz

Zubereitung:
Den Fisch eine Stunde vor dem Kochen leicht salzen. Zwiebel fein hacken. Alle Zutaten bis auf die Paprikaschote gleichzeitig in einen Kessel oder Topf geben. Sobald sich an der Oberfläche Schaum bildet, leicht umrühren und die Paprikaschote beifügen. 35 bis 40 Minuten köcheln lassen. Als Suppeneinlage dienen streichholzförmige Eiernudeln. Diese in Salzwasser kochen und im Teller mit der fertigen Suppe übergießen. Der Fisch wird getrennt von der Suppe gegessen.

km 1639 – Ahoi aus Budapest!

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© Dominik Heher

Von allen Donaumetropolen ist die ungarische Hauptstadt seit jeher wohl am engsten mit ihm verbunden. An Wien zog die Donau die längste Zeit überhaupt vorbei, wenn man vom Donaukanal absieht. Nur in Budapest hat man jedoch das Gefühl, dass der Strom Teil der Stadt ist. Der Fluss war hier nie ein großes Hindernis, sondern eher eine Stelle des Übergangs. 1838 bis 1849 entstand hier zwischen den Orten Buda und Pest, die erste dauerhafte Donaubrücke abwärts von Regensburg: Die Széchenyi-Kettenbrücke (Széchenyi lánchíd).

#Donauschätze

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Löwenkopf aus der Kirche von Bajna bei Esztergom, 11. Jh., © Esztergom, Bálint Balassa Museum, Inv.-Nr. 68.3.1

Nördlich von Budapest vollzieht die ostwärts fließende Donau ihren charakteristischen Knick in Richtung Süden. Dieses „Donauknie“ zählt völlig zu Recht zu den reizvollsten Abschnitten entlang des Flusses und wird von einigen sogar als "ungarische Wachau" bezeichnet. Hier begegnen uns nicht nur malerische Landschaften, sondern auch ein reiches kulturelles Erbe. Das mittelalterliche Ungarn hinterließ hier prächtige Bauten.

km 1869 – Grüße aus Bratislava

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Braitslava © Vladimir Mitrev

Von der ältesten Donaubrücke Bratislavas aus eröffnet sich ein wunderbares Panorama. Spaziert man in Richtung Altstadt, schweift der Blick bereits hinauf zum markanten Schloss auf dem Burgberg. Unten am Fluss künden Kreuzfahrtschiffe von orierendem Tourismus. Von hier geht's weiter nach Wien. Nur 70 Kilometer trennen die beiden Hauptstädte, deren Geschichte über Jahrhunderte eng miteinander verknüpft war. Die Trennung durch den „Eisernen Vorhang“ war kurz, aber nachhaltig. Nur langsam scheinen die beiden Städte wieder stärker zusammenzuwachsen.

km 1920 – Wien – Der Widerspenstigen Zähmung

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Die Entwicklung der Donau bei Wien © Bernhard Lager & Severin Hohensinner (2012/16), FWF-Projekt “ENVIEDAN” (Nr. P22265-G18)

In Wien angekommen werfen wir einen Blick auf den Lauf der Donau. Über die Zeit wurde er von den Menschen wieder und wieder verändert. In Wien kämpfte man etwa jahrhundertelang darum, den Anschluss an die Donau nicht zu verlieren und zugleich der Überschwemmungen Herr zu werden. Besonders im 19. Jahrhundert kam es aufgrund von Eisstau nach den kalten Wintern, in denen die Donau zugefroren war, immer wieder zu schweren Hochwassern, die auch Teile der Stadt zerstörten. Erst 1870 bis 1875 konnte der Fluss durch massive Regulierungsarbeiten „gezähmt“ werden.

#Donauschätze

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Leibschiff Kaiser Karls VI., © Schifffahrtsmuseum Spitz

Leibschiffe waren reich ausgestattete Schiffe, mit welchen die kaiserliche Familie oder wichtige Gesandte die Donau befuhren. Das war nicht nur der bequemste Weg, sondern ermöglichte auch die Demonstration kaiserlicher Pracht. Die aufwendigen Schiffe wurden von einer kleinen Flotte an Begleitschiffen eskortiert. 1713 machte das Leibschiff von Kaiser Karl VI. (reg. 1711–1740) auf dem Weg von Linz nach Wien in Ybbs Halt und wurde von den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt ehrenvoll empfangen. Der Kaiser speiste und nächtigte auf dem Schiff und setzte seine Reise am frühen Morgen fort.

km 2020 – Weltkulturerbe Wachau

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© Daniela Matejschek

Dem Charme der Wachau kann man sich nur schwer entziehen. Malerische Weinberge, romantische Burgruinen und majestätische Klöster prägen den Donauabschnitt zwischen Krems und Melk. Abseits der ausgetretenen Pfade lädt aber gerade die Donau selbst ein, sich ihr zuzuwenden. Ungestört von Kraftwerken darf sie hier noch weitgehend frei fließen und Sandstrände, Inseln sowie Nebenarme bilden.

#Tierstimmen

#28_Dino der Donaukammmolch

Dino der Donaukammmolch, Illustration: Katrin Schubert

Die Donau ist Lebensraum unzähliger Tierarten, von denen einige in unserer Ausstellung selbst zu Wort kommen - etwa Dino, der Donaukammmolch. Sein ganzes Leben lang hat der kleine, bunte Wasserdrache die vielen Lebewesen erforscht, die in den Aulandschaften zu Hause sind. Seine Pension verbringt er nun in einem ruhigen Seitenarm in der Wachau, wo er Tag für Tag über die Wunderwelt Donau reimt und dichtet. Hier geht's zu seinen Gedichten.

#Donauschätze

#29_Kelch
© Michael Dietrich, 1660, Melk, Stiftsarchiv Melk

Bis ins 19. Jahrhundert war es zwischen Bayern und Ungarn durchaus üblich, in der Donau Gold zu waschen. Doch die Prozedur war aufwendig und versprach geringen Gewinn: Man schätzt, dass insgesamt nur etwa 20 Kilogramm Gold aus der gesamten Donau gewonnen wurden. Den Höhepunkt erreichte die Goldgewinnung im 16.–18. Jahrhundert. Aus dieser Zeit stammt dieser liturgische Kelch aus dem Stift Melk, der (auch) aus Donaugold gefertigt worden sein soll.

Die Schallaburg – das Ziel unserer Reise

#30_Schallaburg
© Alexander Kaufmann

Exakt fünf Kilometer Luftlinie trennen die Schallaburg von der Donau. Für unsere neue Ausstellung "DONAU – Menschen, Schätze & Kulturen" rückt der große Strom jedoch noch näher. Schon bald erzählen wir Ihnen hier auf 1.300 Quadratmetern Ausstellungsfläche faszinierende Geschichten rund um die Donau. Sie wollen schon jetzt tiefer in das Thema eintauchen? Holen Sie sich unsere druckfrische Publikation und erkunden Sie die Donau von zuhause aus.

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