16. März bis 3. November 2019

Der Hände Werk

16. März bis 3. November 2019

Der Hände Werk

Willkommen zu einer Ausstellung über das Wunderwerkzeug Hand!

Mit den Händen schauen, mit den Augen begreifen: Erleben Sie auf der Schallaburg, dass eine moderne Welt ohne altes und neues Handwerk, ohne die Geschicklichkeit unserer Hände undenkbar wäre. Einmalige Meisterstücke, interaktive Stationen und spannende Veranstaltungen machen den Ausflug auf die Schallaburg zu einer handwerklichen Entdeckungstour für die ganze Familie.

Die Schallaburg öffnet sich 2019 als kulturhistorische Schatztruhe, gefüllt mit handwerklichen Kostbarkeiten. Von den zierlichen „Sisi-Sternen“ der Juweliere A. E. Köchert bis zum mächtigen schmiedeeisernen Tor des Prinzen Eugen von Savoyen, das 1898 bei der Weltausstellung in Antwerpen gezeigt wurde … die Ausstellung „Der Hände Werk“ präsentiert aufwendig hergestellte Meisterstücke und erfinderisches Werkzeug, erlesene Handarbeiten und nahezu vergessene Geschichten handwerklichen Lebens. Die Reise führt von den Zünften des Mittelalters bis zum 3D-Druck der Gegenwart und lädt ein, die Zukunft mitzugestalten!

Fühlen, tasten, formen
Den Alltag meistern und Außergewöhnliches erschaffen. Die Welt begreifen und zugleich verändern. Die Hände als Wunderwerke der Natur helfen uns durch den Alltag – als unverzichtbare Werkzeuge, hochempfindliche Sinnesorgane, Kommunikationsmittel und mehr.
Kann ich mit meinen Händen lesen? Wie viel Gewicht liegt in meiner Hand? Was macht eine Handschrift einzigartig? Bei den interaktiven Stationen sind handwerkliches Geschick und Fingerspitzengefühl gefragt. Einfache Spiele und knifflige Aufgaben vermitteln, was die Hand des Menschen zu leisten vermag.

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© fuhrer visuelle gestaltung og

Allerhand

Eine Liebeserklärung an unsere Hände

Klein oder groß, zierlich oder kräftig, erfahren oder neugierig – Hände formen unsere Identität. Mit ihnen begreifen wir die Wirklichkeit, erschaffen Neues und verrichten die tägliche Arbeit. Das Wunderwerkzeug Hand und das, was wir mit ihr schaffen, stehen im Mittelpunkt der Ausstellung „Der Hände Werk“.

Mit unseren Händen erfahren wir die Welt. Wir erfassen und spüren zugleich, was uns umgibt. Unser Denken, unsere Sprache und unsere Kultur orientieren sich an den Fähigkeiten unserer Hände: Wir „begreifen“ einen Gedanken, nehmen ein Projekt „in Angriff“, „halten“ einen Vortrag, „ziehen“ Schlüsse, „drehen“ jemandem das Wort im Mund um, nehmen „eine Hand voll“ von diesem und öffnen jenes „eine Hand breit“.

Die Hände sind eng mit unserer Sprache verknüpft und ein wirksames Kommunikationsmittel. Sie verdeutlichen Gesagtes, wenn wir es mit Gesten unterstützen, und erzählen viel über uns selbst. Unserer Hände Form und die Linien der Handflächen spiegeln unsere Charakterzüge wider und lassen Schicksalszeichen erkennen. So wird in der Chiromantie, der Kunst des Handlesens, die Beschaffenheit der Hände als Buch unseres Lebens gelesen.

Wir sprechen mit den Händen und setzen das Gesagte in die Tat um. Damit dies möglich ist, bilden die Sehnen, Bänder und 25 Knochen der Hand einen komplexen Apparat. So leistet die menschliche Hand Grundverschiedenes mit gleichermaßen großem Geschick, etwa langsame Bewegungen mit großem Kraftaufwand beim Klettern oder flinke Bewegungen mit geringem Kraftaufwand beim Klavierspielen.

Eine sechs cm große, spielbare Miniaturgeige aus Gold; Einblicke in die Kunst des Handlesens; Handabgüsse historischer Persönlichkeiten; auf die Hand geschnittene Handschuhe … Unterschiedliche historische und neuzeitliche Exponate machen die Bedeutung unserer Hände begreifbar. Entdecken Sie in der Ausstellung, was Ihre Hände meisterhaft können! Stellen Sie Ihr Fingerspitzengefühl beim Handparcours unter Beweis, hinterlassen Sie Ihre Handschrift und massieren Sie die Handreflexzonen Ihres Gegenübers. Die Ausstellung „Der Hände Werk“ wird zur handwerklichen Entdeckungstour für Groß und Klein.

Meisterstücke

Exponate aus Meisterhand

Seit dem Mittelalter müssen Handwerker und Handwerkerinnen nach dem erfolgreichen Abschluss der Gesellenzeit als praktischen Teil der Meisterprüfung ein Meisterstück anfertigen. Solche Werkstücke sind oft mit sehr aufwendigen traditionellen Techniken und großem Wissen über Material und Verarbeitung geschaffen, wie die Ausstellung zeigt. Aber nicht nur herausragende Abschlussarbeiten verdienen den Titel „Meisterstück“. Auch besonders gelungene Arbeiten in Sachen Kunst, Design und traditionelles Handwerk sind Meisterstücke. Die Ausstellung erzählt die Geschichten fabelhafter Werkstücke und ihrer Meister.

Die ersten „Sisi-Sterne“ waren ein Geschenk Kaiser Franz Josephs I. an seine Gemahlin anlässlich ihres ersten Hochzeitstags. Berühmt wurden die Sterne auch durch Franz Xaver Winterhalters Ölporträt der Kaiserin. © A.E. Köchert Juweliere, Wien

Sisi-Sterne – Ohrstecker aus Brillanten

Die ersten „Sisi-Sterne“ waren ein Geschenk Kaiser Franz Josephs I. an seine Gemahlin anlässlich ihres ersten Hochzeitstags. Berühmt wurden die Sterne auch durch Franz Xaver Winterhalters Ölporträt der Kaiserin.

© A.E. Köchert Juweliere, Wien

Optiker fertigen nicht nur Brillen, sondern auch optische Instrumente an. Adolf Jiraskos Meisterstück dokumentiert, welch aufwendige mechanische Gegenstände Optiker früher herstellten, um ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. © Adolf Jirakso, Foto: Christoph Fuchs

Lokomotive – Das Meisterstück des Optikermeisters Adolf Jirasko

Optiker fertigen nicht nur Brillen, sondern auch optische Instrumente an. Adolf Jiraskos Meisterstück dokumentiert, welch aufwendige mechanische Gegenstände Optiker früher herstellten, um ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

© Adolf Jirakso, Foto: Christoph Fuchs

Ein geschnitztes Meisterwerk ist in Allentsteig im Waldviertel in vier Jahren entstanden. Am Deckel ist Rudolf von Habsburg zu sehen, der dem Priester sein Pferd überlässt; darunter prangen die Wappen der Kronländer und der Spruch „Heil dem frommen Jäger“.  © JTI Collection Vienna, Foto: Pedro Salvadore

Waldviertler Riesenpfeife

Ein geschnitztes Meisterwerk ist in Allentsteig im Waldviertel in vier Jahren entstanden. Am Deckel ist Rudolf von Habsburg zu sehen, der dem Priester sein Pferd überlässt; darunter prangen die Wappen der Kronländer und der Spruch „Heil dem frommen Jäger“.

© JTI Collection Vienna, Foto: Pedro Salvadore

Handwerk

Lasset uns werken!

Was machen Sie, wenn Sie „blau machen“?
Joseph Koó betreibt im Burgenland mit seiner Frau bereits in dritter Generation eine der letzten Blaudruckereien Europas. Nach alter Tradition werden Stoffe mit Mustern und Ornamenten versehen und anschließend blau gefärbt. 2018 wurde der Blaudruck sogar in die Liste des „Immateriellen Kulturerbes der Menschheit“ der UNESCO aufgenommen. Erfahren Sie in der Ausstellung „Der Hände Werk“ mehr zur Arbeit der Blaudrucker!

Handgemacht
Altes Handwerk ist bedeutend und darf nicht in Vergessenheit geraten. Der Werkraum Bregenzerwald hat sich der Aufrechterhaltung der Handwerkskultur verschrieben und macht seit 1999 regionales Handwerk für die Öffentlichkeit sichtbar. Handwerkerinnen und Handwerker unterschiedlicher Betriebe geben ihre Fähigkeiten und Kenntnisse preis und möchten durch Nachwuchsarbeit und die Ausbildung von Fachkräften die Zukunft des Handwerks sichern. „Der Hände Werk“ präsentiert Filmaufnahmen des Werkraums Bregenzerwald, die für eine Ausstellung im Jahr 2016 entstanden. Diese sind eine Bestandsaufnahme von Dingen, die mit der Hand gemacht werden. Erfahren Sie mehr zum Werkraum Bregenzerwald!

Nach allen Regeln der Kunst
Kunst und Handwerk unterscheiden sich und liegen doch nah beieinander. Kunsthandwerk setzt präzises Wissen und lange, oft generationsübergreifende Erfahrung voraus. Es braucht aber auch die Kundschaft, die sich exklusives Kunsthandwerk leisten kann.

Heinrich Hetzer hat die Kunst des Webens im Blut. Seine Familie ist seit Generationen in diesem Handwerk tätig. Zu den herausragenden Produkten seiner unvergleichlichen Handwerkskunst zählen der Wanddamast für zwei Zimmer des Appartements von Kronprinz Rudolf in Schloss Schönbrunn und die textile Ausstattung einer historischen Kutsche der Fürsten Esterházy. Heinrich Hetzers ausgestellter Handwebstuhl gewährt einen Einblick in die Fertigung der kostbaren Stoffe.

Hier geht es „zünftig“ zu!
Die Geschichte des in Zünften organisierten Handwerks reicht bis ins Mittelalter zurück. Die jeweilige Zunft regelte in ihrem Einzugsgebiet die Zulassung zum Gewerbe, die Ausbildung, den Umfang und die Qualität der Produktion sowie die soziale Versorgung der Familien. Zunfttruhen, Zunftkrüge, „Willkomm-Gefäße“ und Tischzeichen geben uns Einblick in die handwerklichen Strukturen im Mittelalter bis zum Ende des Zunftwesens mit der Einführung der Gewerbefreiheit im Jahr 1859.

Kundschaften und Wanderbücher sind Zeugen jener Zeit. Sie dokumentierten die Reisen der Handwerksgesellen „auf der Walz“, die in den verpflichtenden Wanderjahren ihr Wissen verbreiteten und neues Wissen erlangten. 
Die Wirtschaftskammer NÖ lässt diese alte Tradition hochleben und führt die Wanderjahre mit der Intiative „Let’s Walz“ wieder ein. Lehrlinge haben die Möglichkeit, ein vierwöchiges Praktikum in Partnerbetrieben in ganz Europa zu absolvieren. Erfahren Sie mehr zu „Let’s Walz“.

Handwerk ist innovativ
Der vielseitige Werkstoff Ton ist stets mit der Zeit gegangen. Seit der Jungsteinzeit werden Porzellan und Keramik immer wieder neu interpretiert und begleiteten so die kulturelle Entwicklung des Menschen. Heute werden zahlreiche innovative Produkte aus diesen Materialien gefertigt, die aus dem täglichen Gebrauch nicht wegzudenken sind.

Von den alltagstauglichen Werkstücken der Keramikerin Martina Zwölfer bis zum „Tuchofen“-Projekt der Künstlerin Marie Janssen und der technischen Keramik in der Medizintechnik und Industrie … die Ausstellung „Der Hände Werk“ zeigt die Vielseitigkeit des Werkstoffs Keramik vom traditionellen Handwerk bis zum innovativen 3D-Druck.

Führungen

Gemeinsam in die Ausstellung

Führung "Der Hände Werk"
Mo.-Fr. 9.30, 11.00, 14.00 & 15.30 Uhr
Sa. 9.30, 11.00, 13.00, 14.00, 16.00 Uhr
So. & Fei. 9.30, 11.00, 12.00, 13.00, 14.00, 15.00, 16.00 Uhr
→ Ticket kaufen

Familienführung "Der Hände Werk"
So. & Fei. 14.30 Uhr
→ Ticket kaufen

Heimwerken

Legen Sie selbst Hand an!

In unserem schnelllebigen und zunehmend digital geprägten Zeitalter gewinnt Selbstgemachtes immer mehr an Wert. Etwas mit den Händen zu machen entschleunigt, erdet und stellt Unikate anstelle von Massenprodukten in den Fokus. Selbst Dinge herzustellen oder zu reparieren, anstatt Neues zu kaufen, macht stolz, verleiht ein Gefühl von Selbstbestimmtheit und ist ganz im Sinne der Nachhaltigkeit. Nicht ohne Grund erlebt die Do-it-yourself-Bewegung ein Revival. 

„Wer stickt, sündigt nicht!“
Schon Regentin Maria Theresia legte selbst Hand an. Vertieft in Handarbeit glaubte sie ihre Gedanken auf nützliche Tätigkeiten konzentrieren und vom nutzlosen Tagträumen ablassen zu können. Ihre edle Stickarbeit, die sehr aufwendig und in vielen Arbeitsstunden entstand, kann in der Ausstellung bewundert werden. 

#meinerhändewerk
Worin sind Sie geschickt? Was können Ihre Hände meisterhaft? Wir wollen Ihre Meisterwerke sehen und laden Sie ein, uns Ihrer Hände Werk zu zeigen! Posten Sie ein Foto Ihres Werks auf Instagram mit dem Hashtag #meinerhändewerk und werden Sie Teil der Ausstellung! Erfahren Sie mehr über die Social-Media-Kampagne.

Handgemacht und selbstgebunden
Beim Ausstellungsbegleiter nehmen Sie das Gestalten selbst in die Hand: In den Ausstellungsräumen warten DIY-Anleitungen und spannende Informationen auf fleißige Sammler und Sammlerinnen. Am Ende der Ausstellung sind alle dazu eingeladen, die zusammengetragenen Seiten zu ihrem persönlichen Ausstellungsbegleiter zu binden – so entsteht ein eigenes Werkstück mit Bastelanleitungen für zu Hause!

 

Kulturvermittlung

Eine Ausstellung zum Fühlen, Formen und Fassen

Entdecken Sie – begleitet von unserer Kulturvermittlung – die Fähigkeiten der Hände und meisterhaften Werkzeuge. Kurzweilige Hintergrundgeschichten und interessante Facts eröffnen im Dialog neue Perspektiven auf das Thema Handwerk.

Familienprogramm
Wie gut kann ich mit meinen Händen lesen?  Wie viel Gewicht liegt in meiner Hand? Was macht eine Handschrift einzigartig? Finden Sie bei interaktiven Stationen heraus, worin Sie geschickt sind, und lassen Sie sich überraschen - begeben Sie sich bei einer Familienführung auf eine handwerkliche Entdeckungstour für die ganze Familie.

Ganz entspannt und ohne Wartezeit zur Ausstellung: Reservieren Sie Ihren gewünschten Führungstermin schon von zu Hause aus über unseren Online-Shop!

© Klaus Pichler

 

Das Team der Ausstellung

Inhalt: Brigitte Felderer, Katrin Ecker
Vermittlung: die Ausstellungsmacherinnen Lisa Noggler-Gürtler, Maria Prantl
Ausstellungsarchitektur: Michael Wallraff ZT GmbH
Ausstellungsgrafik: fuhrer visuelle gestaltung og
Werbegrafik: Perndl+Co Design GmbH mit Klaus Pichler

Kooperationen

Anlässlich der Ausstellung „Der Hände Werk“ schließt die Schallaburg mit der Wirtschaftskammer NÖ eine umfassende Kooperation in Sachen meisterliches Handwerk samt Veranstaltungen und der Initiative „Let‘s Walz“. Die Ausstellung selbst wird von der Firma Würth und der Initiative „Handwerk und Manufaktur im Waldviertel“ unterstützt.

Logo Lower Austrian Chamber of Commerce Logo of company Würth Logo of the initiative "Handwerk & Manufaktur im Waldviertel"

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