Byzanz & der Westen.

Byzanz & der Westen

Eine faszinierende Geschichte

Die Schallaburg ruft 2018 eine faszinierende Geschichte des Mittelalters ins Gedächtnis. Sie handelt von Neugier und Vorurteilen, von Gier und Faszination, von zwei Welten, die einander vertraut und doch in vielem so fremd waren. Es ist die Geschichte von Byzanz und dem Westen. Wir stechen mit Pilgern, Händlern und Kreuzfahrern in See, treffen Karl den Großen bei seiner Kaiserkrönung in Rom, begleiten Prinzessin Theodora auf ihrem Weg von Konstantinopel nach Österreich. Wir folgen französischen Rittern, die Abenteuer und Reichtümer in Griechenland suchten, und byzantinischen Gelehrten, die in Italien für Furore sorgten. Wir entlarven Hochstapler und blicken Reliquienhändlern über die Schultern.

Exponate aus aller Welt machen „Byzanz & der Westen“ zu einer einzigartigen Schau, stammen sie doch aus namhaften Sammlungen wie dem Pariser Musée du Louvre und der französischen Nationalbibliothek, der Schatzkammer von San Marco in Venedig, dem Israel Museum in Jerusalem oder dem Athener Museum für christliche und byzantinische Kunst.

Die Ausstellung ist zugleich auch eine Entdeckungsreise für Klein und Groß: Interaktive Spiele, Hörstationen und das Mitmach-Heft machen die Reise ins Mittelalter und an das Mittelmeer für die ganze Familie zum Erlebnis.

Vorhang auf für die Wissenschaft! An der Ausstellung war ein großes Team an Forscherinnen und Forschern beteiligt. Diese präsentieren nicht nur ihre aktuellsten Forschungsergebnisse - sie beantworten ab Ausstellungsbeginn auch Ihre Fragen zum Thema Byzanz.

Vereintes Reich: Kamm mit Personifikation der Metropolen Rom (im Bild) und Konstantinopel © Benaki Museum, Athen

Elfenbeinkamm

Vereintes Reich: Kamm mit Personifikation der Metropolen Rom (im Bild) und Konstantinopel

© Benaki Museum, Athen

Byzantinische Elfenbeintafeln fanden im Westen als Dekoration von Buchdeckeln eine neue Verwendung © Domkapitel Aachen, Foto: Pit Siebigs

Buchdeckel mit Elfenbeinrelief

Byzantinische Elfenbeintafeln fanden im Westen als Dekoration von Buchdeckeln eine neue Verwendung

© Domkapitel Aachen, Foto: Pit Siebigs

Byzantinische Meister verzierten kunstvoll mit Mosaiken die Kirchen Venedigs © RMN-Grand Palais (Musée du Louvre), Foto: Martine Beck-Coppola

Kopf eines Engels

Byzantinische Meister verzierten kunstvoll mit Mosaiken die Kirchen Venedigs

© RMN-Grand Palais (Musée du Louvre), Foto: Martine Beck-Coppola

Westliche Grabfunde zeugen von den Leistungen germanischer Fürsten in der byzantinischen Armee © GDKE, Landesmuseum Mainz, Foto: U. Rudischer

Spangenhelm

Westliche Grabfunde zeugen von den Leistungen germanischer Fürsten in der byzantinischen Armee

© GDKE, Landesmuseum Mainz, Foto: U. Rudischer

Im Westen begehrt: Bedeutende Herrenreliquie mit einem Nagel vom Kreuz Christi © Domschatz Essen, Foto: Jens Nober

Kreuznagelreliquiar

Im Westen begehrt: Bedeutende Herrenreliquie mit einem Nagel vom Kreuz Christi

© Domschatz Essen, Foto: Jens Nober

In Kooperation mit

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Byzanz & der Westen auf der Schallaburg

Byzanz & der Westen auf der Schallaburg

Diese Geschichte von „Byzanz & dem Westen“ beginnt ...

... als das Römische Reich im 4. Jahrhundert geteilt wird.

Das Römische Reich erstreckt sich rund um das Mittelmeer. Aufgrund seiner Größe ist es schwer zu verwalten und noch schwerer zu verteidigen. Also wird es in zwei Hälften – West und Ost – geteilt.

Für das Weströmische Reich ist das der Anfang vom Ende: Es hat mit inneren wie äußeren Unruhen zu kämpfen und wird von zahlreichen Angreifern überrannt.

Ganz anders im Osten: Das Oströmische oder Byzantinische Reich steigt mit der Hauptstadt Konstantinopel zur Weltmacht auf und wir zum politischen und kulturellen Zentrum des Mittelmeeres.

Trotz der Trennung reisen Menschen weiterhin von Ost nach West, vor allem aber von West nach Ost: Viele kommen, um Geld zu verdienen, indem sie für Byzanz kämpfen. Noch mehr machen sich als Pilger auf den Weg, um die heiligen Stätten zu besuchen. Manche bleiben in der Ferne und beginnen dort ein neues Leben. Andere kehren zurück. In ihrem Gepäck haben sie kostbare Gegenstände, neue Ideen und fantastische Geschichten.

Byzanz strahlt. Es glänzt. Seine Schätze sind im Westen heiß begehrt. Wer zur absoluten Elite zählen will, trägt byzantinische Seide, besitzt Reliquien von östlichen Heiligen oder heiratet gar eine Prinzessin. Doch die Byzantiner geben ihre Schätze nur ausgesuchten Freunden als Geschenke. So lassen sich Feinde beschwichtigen und Freunde gewinnen.

Politische und religiöse Differenzen, Sprachbarrieren und entgegengesetzte Interessen belasten die Beziehung zwischen Byzanz und dem Westen zunehmend. Die Kluft wird immer tiefer. Beide Seiten schüren vorhandene Vorurteile und heben die trennenden Elemente ihrer Kulturen hervor. Ein fatales Spiel, das schließlich mit dem Untergang der einstigen Supermacht Byzanz endet.

„Byzanz & der Westen“ ist eine Zeitreise durch 1000 vergessene Jahre. Die Ausstellung zeigt nicht nur die Geschichte zweier Reiche, sondern erzählt über Kommunikation und gegenseitige Wahrnehmung, Meinungsverschiedenheiten und Vorurteile, über Sehnsüchte und Ängste – eine universale Erzählung der Menschheit!

Sie wollen mehr erfahren? Jetzt Katalog und Magazin zur Ausstellung bestellen!

Führungen

Gemeinsam in die Ausstellung

Führung "Byzanz & der Westen"
Mo.-Fr. 10.30 & 14.00 Uhr
Sa. 10.30, 13.00 & 14.00 Uhr
So. & Fei. 10.30, 12.00, 13.00, 14.00 & 15.00 Uhr
→ Ticket kaufen

Familienführung "Byzanz & der Westen"
So. & Fei. 14.30 Uhr
→ Ticket kaufen

Forschung

Byzanz & Wissenschaft

Für die Ausstellung „Byzanz & der Westen“ arbeitete die Schallaburg mit den führenden Institutionen für die Erforschung byzantinischer Kultur, wie dem Römisch-Germanischen Zentralmuseum und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, zusammen. Neueste Forschungsergebnisse aus unterschiedlichsten Forschungsprojekten erzählen die lebendige Geschichte eines imposanten Weltreiches und schaffen ein facettenreiches Bild europäischer Geschichte.

Forschung trifft Ausstellung
Woher wissen wir eigentlich, was sich vor 1000 Jahren zugetragen hat? In der Ausstellung kommen die Forscherinnen und Forscher auch selbst zu Wort und berichten in Interviews über ihre Arbeit. Ein spannender Einblick in den Forschungsalltag.

Frag nach!
„Byzanz & der Westen“ bietet die einzigartige Möglichkeit, in der Ausstellung persönlich Fragen zu stellen. Jetzt mitmachen!

Vorhang auf für die Wissenschaft
17.06.-7.10.2018 │ jeweils Sonntag │14.00-15.00 Uhr

Bei der Veranstaltungsreihe „Vorhang auf für die Wissenschaft“ erhält man vertiefende Informationen rund um das Ausstellungsthema. Kurze Präsentationen und viel Zeit zum Fragen stellen! Die Teilnahme ist in der Eintrittskarte inkludiert.

Freuen sie sich auf: „Das ‚wilde Tier‘ im Westen: die Babenberger und ihre byzantinischen Prinzessinnen“, "Goldschmiedearbeiten des Mittelalters in Ost und West", "Zwischen den Kirchen: Glaubenswechsel und Alltag in Konstantinopel (13.-15.Jh.)" oder „Wo der Pfeffer wächst. Wie Exotisches aus und über Byzanz nach Europa kam“, u.v.a.m.

Zur Veranstaltungsreihe

 

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