Der Herr Karl

von Carl Merz und Helmut Qualtinger

09. Juni 2008
10:30 - 12:00 Uhr

10. Juni 2008
10:30 - 12:00 Uhr

11. Juni 2008
10:30 - 12:00 Uhr

2008 jähren sich zwei Ereignisse aus der jüngeren österreichischen Geschichte: Die Ausrufung der Republik nach dem Zusammenbruch der Habsburgermonarchie im November 1918 und der „Anschluß“ Österreichs an das „Deutsche Reich“ am 13. März 1938.

Das Stück

Der 1961 uraufgeführte Monolog ist eine brilliante Satire, die nicht ohne Bosheit, aber dennoch liebevoll den latenten Opportunismus des Kleinbürgers skizziert.
Der Protagonist des Einpersonenstücks “Herr Karl“ von Carl Merz und Helmut Qualtinger ist Zeuge und Mitwirkender an den Geschehnissen dieser Zeit. Das Schicksal des „kleinen Mannes“, war von ständigen Änderungen der wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse geprägt. Schwächelnde Demokratie wurde von „autoritärer“ Staatsform  und  schließlich brutalstem  Nazi-Terroregime abgelöst.
Den beiden kritischen Beobachtern ist es gelungen, mit dem Stück ihren Mitbürgern auf geniale Weise „einen Spiegel vorzuhalten“.
Heute, 37 Jahre später, hat Qualtingers Stück nichts an Aktualität verloren. Für junge Zuschauer können bestimmt auch Parallelen in der Gegenwart erkennbar werden.
Übrigens fällt auch der 80. Geburtstag des Mitautors, Schauspielers und Kabarettisten Helmut Qualtinger auf den 8. Oktober 2008.
Aufführungsrechte bei Thomas Sessler Verlag, Wien

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Montag, 9. und Mittwoch, 11. Juni 2008, jeweils um 10.30
(bei großer Nachfrage auch Dienstag, 10. Juni)
Für Schulklassen ab 12 Jahren
Anmeldung: 02754/6317-0
Preise:
€ 6,- pro SchülerIn ohne Ausstellung
€ 11,- pro SchülerIn mit Ausstellungsbesuch und einem Getränk

Die Autoren

  • Helmut Qualtinger

Zunächst studierte er Medizin und Publizistik, brach dann aber das Studium ab und begann eine Schauspielausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. In den Jahren bis 1960 arbeitete er vor allem an verschiedenen Kabarett-Stücken mit dem namenlosen Ensemble (Gerhard Bronner, Carl Merz, Louise Martini, Peter Wehle, Georg Kreisler, Michael Kehlmann u.a.). Seine „Travnicek-Dialoge“ mit Gerhard Bronner (Autoren: Merz und Qualtinger) sind in die Kabarett-Geschichte eingegangen.
Ab den 1970er Jahren verstärkte Qualtinger seine schriftstellerische Tätigkeit und ging vermehrt auf Lesetourneen. Neben und vor allem nach seinen Kabarettzeiten spielte er unzählige Theater-, Film- und Fernsehrollen, zuletzt den Remigio da Varagine in Der Name der Rose nach Umberto Ecos Roman an der Seite von Sean Connery. . „Der Name der Rose“ wurde sein letzter Film.
Im Alter von 57 Jahren starb Qualtinger am 29. September 1986 in seiner Geburtsstadt Wien.

  • Carl Merz,

war Kabarettist und Schriftsteller.
Merz studierte in Wien Welthandel. 1928 schloss er sein Studium ab und wandte sich dem Theater und dem Kabarett zu, wo er als Schauspieler und Conférencier auftrat und sich seine eigenen Texte schrieb. Ab 1945 spielte er am "Lieben Augustin", dessen Direktor er ein Jahr lang war.
Merz war Mitglied der als "Namenloses Ensemble" bekannten Kabarettgruppe (neben Merz Gerhard Bronner, Helmut Qualtinger, Louise Martini, Peter Wehle, Georg Kreisler, Michael Kehlmann u.A.). Das Ein-Personen-Stück „Der Herr Karl“ (gespielt von Qualtinger) sowie die „Travnicek-Dialoge“, die er mit Helmut Qualtinger schrieb (gespielt von Qualtinger und Bronner) sind in die (nicht nur) österreichische Kabarett-Geschichte eingegangen. Carl Merz starb 1979 in Wien.

Der Schauspieler

Oscar Blaha - in der Rolle des  Herrn Karl


  • Lebenslauf:

Kindheit in Wien, Jugend in Australien,
seit 1967 wieder in Österreich,
nach verschiedenen Tätigkeiten in Berufen wie Briefträger, Restaurantbetreiber, Koch, Schauspielausbildung bei Prof. Oskar Willner, Studium der Soziologie an der Universität Wien und langjährige Tätigkeit als Experte für Rehabilitation von Körperbehinderten bei internationalen Organisationen (UNO) in mehreren Ländern und zuletzt bei österreichischem Sozialversicherungsträger verantwortlich für berufliche und soziale Wiedereingliederung von Unfallopfern.

  • Seit 2001 freier Schauspieler.

Engagements: Ferdinand Raimund Festspiele in Gutenstein, Theater „Die Tribüne“, Österreichische Länderbühne, Gastspiel Tätigkeit in Inland und Ausland mir dem Stück „Herr Karl“.


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Der Herr Karl, Copyright: Oscar Blaha/Institut für Neue Impulse