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ISLAM

ISLAM

18. März bis 5. November 2017

Roter Halbmond und rotes Kreuz, ein arabisches Zimmer in Wien um 1900, das Orientgewürz aus dem Supermarkt: Die Ausstellung „ISLAM“ zeigt neben religiösen Objekten viele überraschende Exponate, die vom „Islam in Österreich“ erzählen.

Islam
Wie findet Begegnung zwischen Kulturen und Religionen statt? Wie gehen wir mit Verschiedenheit um? Im Fokus der Ausstellung stehen muslimische Kulturen in Österreich.

Ausgangspunkt sind Begegnungsräume von heute: Anhand vertrauter Situationen im täglichen Zusammenleben werden aktuelle Fragen, historische Entwicklungen und unterschiedliche Sichtweisen in den Mittelpunkt gerückt. Sie laden zu einer vertieften kulturellen Begegnung ein.

Besprochen
Sprache schafft Identität, und sie verbindet Menschen – Kommunikation dient als Brücke zwischen den Menschen. Wenn Arabisch Muslime verbindet, welche Sprache könnte Nichtmuslime mit Muslimen verbinden?

Bewohnt
Beim Zusammenleben treffen Menschen verschiedener Kulturen mit unterschiedlichen Lebensweisen aufeinander. Wenn sich „die einen“ von „den anderen“ gestört fühlen, steht die Toleranz auf dem Prüfstand. Wie können wir trotz kultureller Gegensätze die Vielfalt einer lebendigen Nachbarschaft nützen?

Beseelt
Prophet Mohammed und der Koran stehen im Zentrum des Islam. Gibt es aber tatsächlich „den einen“ Islam? Fördern Informationen darüber und das Wissen um Auslegungen des Koran das Verständnis? Christen und Muslime: Das Verbindende ist spannend, das Trennende aufschlussreich.

Begrenzt
Morgenland oder Abendland? Die islamische Welt ist längst nicht mehr geografisch zu bestimmen. Völker wandern, Grenzen schwinden. Anderswo werden dafür neue Grenzen gezogen. Und doch finden sich hier wie dort viele Beispiele für geglückte offene und multikulturelle Verbindungen.

Bekleidet
Kopftuch und Bauchfrei-Look, Vollbart und Glattrasur, muslimische Normen und westliche Werte: Äußerliche Erscheinungen und innere Haltungen beeinflussen das Zusammenleben. Wie stark formen sie die Vorurteile der Menschen? Und wie sehr lassen wir uns von diesen leiten?

Bedroht
Heute fühlt sich „der Westen“ verunsichert: von radikalen Muslimen, aber auch von Menschen, die selbst durch Krieg gefährdet sind. Doch wer fürchtet sich vor wem? Und wo liegen die Lösungen?

Berufen
Chancengleichheit ist eine große Herausforderung für ein selbstbewusstes Miteinander. Geglückte Beispiele dafür sind: in sozialen Berufen der Umgang mit Berufsbekleidung oder das österreichische Bundesheer.

Beliebt
Der „Zauber des Orients“ ist für viele Menschen besonders attraktiv. Schmuck, Tanz, Kunst, Geschichten und ganz besondere Gewürze schaffen seit Jahrhunderten ein Bild von verträumter Exotik. Kipferl, Kebab und Baklava sind längst feste Bestandteile unseres Alltags. Was aber ist mit den Menschen, die diese Spezialitäten zu uns brachten?

Vermittlung
Vor dem Hintergrund einer Fülle von Exponaten und Geschichten spielt in einem begleiteten Rundgang Ihre eigene Wahrnehmung die Hauptrolle. Widersprüche, Erwartungen und Zuschreibungen werden zum Ausgangspunkt der gemeinsamen Annäherung. Im Austausch mit den Besucherinnen und Besuchern sollen möglichst viele Stimmen hörbar werden, sollen Unsicherheit und Ungewissheit zulässig sein. Die Ausstellung „ISLAM“ schafft einen Raum, in dem diese Art der Begegnung möglich ist, bereichert und Lust auf ein Mehr an Auseinandersetzung macht.

Inhaltliches Team

Lisa Noggler-Gürtler, Leitung
Maria Prantl, Assistenz
Wolfgang Schmutz, Kulturvermittlung

In enger Zusammenarbeit mit Experten und Expertinnen aus Wissenschaft und muslimischen Communities, z.B.:
Archiv der Migration, Wien
Brunnenpassage, Wien
Institut für Islamische Studien der Universität Wien
Institut für Orientalistik, Universität Wien
Institut für Rechtsphilosophie, Religions- und Kulturrecht, Universität Wien
Islamische Glaubensgemeinschaft, Wien
Türkischen Kulturgemeinde Österreich, Wien

Sowie mit Pädagogen und Psychologinnen, die täglich im Dialog zwischen Kulturen und Religionen stehen.

Öffentliche Gastvorträge im Rahmen der Kulturvermittungsausbildung

Im Zuge der Ausstellung "ISLAM" werden in insgesamt sechs Workshops Fragestellungen und Themenfelder erarbeitet. Öffentliche Gastvorträge auf der Schallaburg geben Einblicke in die Workshopthemen.

Die öffentliche Vortragsreihe startet im 21. Oktober 2016 und endet am 10. März 2017

Fr., 21. Oktober 2016, 19.00 Uhr
„Religiosität, Radikalität und Resilienz: Was bedeutet eigentlich Muslimisch Sein?“
Sindyan Qasem, Ufuq.de, Berlin

 


Fr., 11. November 2016, 19.00 Uhr
„Peer Education als Ansatz historisch-politischer Bildung in Ausstellungsprojekten“
Jona Schapira, Anne Frank Zentrum, Berlin

 


Fr., 20. Jänner 2017, 19.00 Uhr
„Kultur im Dialog! Dialog als Methode in der Kulturvermittlung und Erwachsenenbildung“
Gundula Avenarius, Kultur im Dialog, Berlin

 


Fr., 17. Februar 2017, 19.00 Uhr
„Kommunikationsprozesse in Ausstellungen als Möglichkeitsraum Konflikte (kennen)zu lernen“
Karin Schneider, Kunst- und Kulturvermittlerin, Wien


Fr., 10. März 2017, 19.00 Uhr
„Politische Salafiyya und gewalttätiger Extremismus“
Moussa Al-Hassan Diaw, Vorstandsmitglied der NGO DERAD-Netzwerk sozialer Zusammenhalt, Extremismus-Prävention und Dialog, Wien