Nachschau: Die 70er - Damals war Zukunft

Nachschau: Die 70er - Damals war Zukunft

Die 70er waren bewegte Zeiten! Kriege von Nicaragua bis Vietnam, die Abstimmung gegen Zwentendorf und Bürgerinitiativen: Das Volk regte sich, bewegte etwas. Ob Gratis-Schulbücher, 40-Stunden-Woche oder Fristenlösung: alles Errungenschaften der 70er. Was kam? Was blieb?

In die Ausstellung eingebettet, geben fünf Debattenräume Platz für Fragen und Diskussionen – ob alleine, mit der Familie, in der Begegnung mit anderen Besucherinnen und Besuchern oder in Workshops.

Sieben Ausstellungskapitel geben – stets vor dem Hintergrund aktueller Fragen – Einblick in die ebenso bunten wie bewegten 70er. Mit dem Anspruch, die Zukunft zu gestalten, formulierten die Menschen dieses Jahrzehnts Visionen von einer besseren Welt.


„Arbeit und Bildung für alle!“
Versprechen und Brüche im Wohlfahrtsstaat?

„Alles muss sich ändern!"
Bewegungen, Revolten, Widerstand

„Liberté, Egalité, Pfefferminztee!“
Alltag und Medien

„Nur die Freiheit stillt den Durst!“
Kalte und heiße Kriege

„Macht kaputt, was euch kaputt macht!“
Umkämpfte Vergangenheit und nazistische Kontinuitäten

„Das Private ist politisch, das Politische privat!“
Alternativ leben

„Museum für alle!“
Ausstellungsutopien und das Museum der Zukunft

Die 70er: ein Jahrzehnt des Aufbruchs, verkörpert in orangen Lampen und spacigen Plateauschuhen. Ja, die Welt wurde schriller! Im reflektierenden Licht der Discokugeln drehte sie sich zu „Saturday Night Fever“, während Nina Hagen und die Sex Pistols Skandale provozierten und Freiraum eroberten. Ein Panoptikum dieser großen Welt brachte der TV-Schirm ins Wohnzimmer, kindgerecht aufbereitet in der „Sendung mit der Maus“. Fernsehshows und Jugendkulturen erzählen von der erwachenden Konsumgesellschaft – der Alltag veränderte sich von Grund auf.

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Zur gleichen Zeit begann sich die Zivilbevölkerung zu regen. Atomkraft? Nein danke! Selbstbestimmung? Ja, bitte! Man ging auf die Straße, demonstrierte für den Weltfrieden und bereitete die Basis für den modernen Sozialstaat. Antiautoritäre Erziehung! Selbstverwirklichung statt Fremdbestimmung! Bildung für alle! Welche Schlachtrufe von damals haben bis heute Gültigkeit?

Während alternative Lebensformen erkämpft wurden und sich Bewegungen, Revolte und Widerstände bildeten, waren die 70er auch eine Dekade der Krisen, der kalten und der heißen Kriege. Viele Forderungen von damals blieben weiterhin gültig und werden heute neu verhandelt: Solidarische Ökonomien, radikale Museen, reale Demokratien, offenere Grenzen – im Jahr 2016 brisanter denn je.

Die Ausstellung ruft am laufenden Band bunte Erinnerungen an die 70er wach und gibt gleichzeitig Anstöße zur Auseinandersetzung mit der Gegenwart. Am runden Tisch, im Frauencafé oder auf der Club-2-Lounge der Debattenräume wird die Ausstellung selbst zum Diskussionsraum: Was bedeutet das alles heute?

Fünf Debattenräume, gestaltet von Künstlerinnen und Künstlern, machen die Ausstellung zum Forum und zur Kontaktzone.

  • Wofür kämpfen? Was bewegen?
  • Wessen Bildung? Wessen Zukunft?
  • Wie solidarisieren?
  • Wie zusammenleben?
  • Was heißt alle?

Mitwirkende der Ausstellung

Kuratorisches Team
Büro trafo.K: Renate Höllwart, Elke Smodics, Nora Sternfeld und Ines Garnitschnig
Hannes Etzlstorfer

Wissenschaftliches Team
Monika Bernold, Robert Foltin, Berthold Molden, Dirk Rupnow und Magdalena Rest

Künstlerische Interventionen Debattenräume
Lisa Bolyos, Claudia Hummel, Martin Krenn, Sophie Schasiepen und Ezgi Erol, Stefanie Seibold

Künstlerische Installationen
Carola Dertnig, Bruno Klomfar, Tomash Schoiswohl, Moira Zoitlt

Ausstellungsarchitektur
Gabu Heindl Architektur: Gabu Heindl, Martin Radner, Paul Rossi, Katarína Vankušová, Lisi Zeininger

Ausstellungsgestaltung
TOLEDO i DERTSCHEI: Eva Dertschei, Carlos Toledo

Vermittlungskonzept
Büro trafo.K

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