ISLAM in Österreich – Eine Kulturgeschichte

ISLAM in Österreich – Eine Kulturgeschichte

18. März bis 5. November 2017

Wie findet Begegnung zwischen Kulturen und Religionen statt? Wie gehen wir mit Verschiedenheit um? Im Fokus der Ausstellung stehen muslimische Kulturen in Österreich.

Ausgangspunkt sind Begegnungsräume von heute: Anhand vertrauter Situationen im täglichen Zusammenleben werden aktuelle Fragen, historische Entwicklungen und unterschiedliche Sichtweisen in den Mittelpunkt gerückt. Sie laden zu einer vertieften kulturellen Begegnung ein.

 

Die Ausstellung verfolgt den Ansatz, aktuelle Fragen mit historischen Objekten und historischen Entwicklungen zu verknüpfen – thematisiert werden einerseits Aspekte der Religion unter sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Gesichtspunkten. Andererseits zeigt die Ausstellung wie Muslime in Österreich leben und lebten.

 


Ausgangspunkt sind vertraute Begegnungsräume von heute: Die Ausstellungsthemen: besprochen, bewohnt, beseelt, begrenzt, bekleidet, bedroht, berufen und beliebt reflektieren unser gegenwärtiges Zusammenleben. Sie sind als „Begegnungszonen“, als Erfahrungsräume definiert und in größere Zusammenhänge eingebettet – sie laden ein, über eigene Bilder, Vor-Urteile, über Ängste und tatsächliche Schwierigkeiten im gegenseitigen Zusammenleben nachzudenken und den Austausch und das Gespräch zu fördern. „Wenn viele Diskussionen in Gang kommen, dann wird die Ausstellung funktionieren. Wenn die Verknüpfung von aktuellen Fragen an historische Objekte gelingt - sich Nachbarn kennenlernen wollen - die Ausstellung den Blick verändert und neue Perspektiven öffnet“, so Lisa Noggler-Gürtler, Leiterin des inhaltlichen Teams.


Entstanden ist die Ausstellung in enger Zusammenarbeit mit Menschen vieler Religionen, Expertinnen, Wissenschaftler, Sozialarbeiterinnen, Lehrer - Fachleute aus der Kultur. „Es gibt nicht die eine muslimische Sichtweise, und wie wir damit umgehen sollen. Die Stimmen sind vielfältig. Orientierung bietet vor allem der Dialog im Alltag. Das versuchen wir in der Ausstellung anzubieten; die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Sichtweisen, den Dialog zwischen den Ebenen einer vielfältig zusammengesetzten Gesellschaft, und somit auch das Zwiegespräch zwischen den Besucherinnen und Besuchern“, erläutert Lisa Noggler-Gürtler.

Publikation zur Ausstellung

Zur Vertiefung der Ausstellung „ISLAM in Österreich – Eine Kulturgeschichte“ empfehlen wir die Publikation zur Ausstellung.

Vermittlung

Die Kulturvermittlung nimmt auf der Schallaburg eine wesentliche Rolle ein. Vor dem Hintergrund einer Fülle von Exponaten und Geschichten spielt in einem begleiteten Rundgang die eigene Wahrnehmung der Gäste eine wesentliche Rolle. Um sich auf den Dialog in der Ausstellung „ISLAM in Österreich – Eine Kulturgeschichte“ vorzubereiten, wurde gemeinsam mit dem inhaltlichen Team eine eigene Workshopreihe für die Kulturvermittlerinnen und Kulturvermittler auf der Schallaburg konzipiert. In einer Zeitspanne von einem halben Jahr entwickelte diese Gruppe gemeinsam mit pädagogischen Expertinnen und Experten aus Deutschland und Österreich Ansätze und Inhalte für die Vermittlung.

Inhaltliches Team

Lisa Noggler-Gürtler
Maria Prantl

In enger Zusammenarbeit mit Experten und Expertinnen aus Wissenschaft und muslimischen Communities: Menschen vieler Religionen, Expertinnen, Wissenschaftler, Sozialarbeiterinnen, Lehrer, Fachleute aus dem Kultursektor, Menschen mit unterschiedlichen Berufen.

Sowie mit Pädagogen und Psychologinnen, die täglich im Dialog zwischen Kulturen und Religionen stehen.

Öffentliche Gastvorträge im Rahmen der Kulturvermittlungsausbildung

Im Zuge der Ausstellung „ISLAM in Österreich – Eine Kulturgeschichte“ werden in insgesamt sechs Workshops Fragestellungen und Themenfelder erarbeitet. Öffentliche Gastvorträge auf der Schallaburg geben Einblicke in die Workshopthemen.

Die öffentliche Vortragsreihe startete im 21. Oktober 2016 und endete am 10. März 2017

Fr., 21. Oktober 2016, 19.00 Uhr
„Religiosität, Radikalität und Resilienz: Was bedeutet eigentlich Muslimisch Sein?“
Sindyan Qasem, Ufuq.de, Berlin

 


Fr., 11. November 2016, 19.00 Uhr
„Peer Education als Ansatz historisch-politischer Bildung in Ausstellungsprojekten“
Jona Schapira, Anne Frank Zentrum, Berlin

 


Fr., 20. Jänner 2017, 19.00 Uhr
„Kultur im Dialog! Dialog als Methode in der Kulturvermittlung und Erwachsenenbildung“
Gundula Avenarius, Kultur im Dialog, Berlin

 


Fr., 17. Februar 2017, 19.00 Uhr
„Kommunikationsprozesse in Ausstellungen als Möglichkeitsraum Konflikte (kennen)zu lernen“
Karin Schneider, Kunst- und Kulturvermittlerin, Wien


Fr., 10. März 2017, 19.00 Uhr
„Politische Salafiyya und gewalttätiger Extremismus“
Moussa Al-Hassan Diaw, Vorstandsmitglied der NGO DERAD-Netzwerk sozialer Zusammenhalt, Extremismus-Prävention und Dialog, Wien

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