Freyheit durch Bildung - 500 Jahre Reformation

Sonderausstellung

Freyheit durch Bildung - 500 Jahre Reformation

8. April bis 5. November 2017

Vor 500 Jahren, am 31. Oktober 1517, veröffentlichte Martin Luther die 95 Thesen.

Unter dem Motto „Freiheit und Verantwortung“ begehen die lutherische, die reformierte und die evangelisch-methodistische Kirche in Österreich dieses Jubiläum.

Mit der Sonderausstellung „Freyheit durch Bildung“ feiert die Schallaburg mit: Hans-Wilhelm von Losenstein, protestantischer Herr der Schallaburg, begründete im 16. Jahrhundert die „Hohe Schule“ zu Loosdorf, die durch ihr innovatives reformpädagogisches Konzept hervorstach. Er machte damit die Schallaburg und die umliegende Region zu einem Zentrum für Wissensaustausch und Neugierde. 1627 wurde das protestantische Gymnasium vom katholischen Landesherrn freilich geschlossen – damals ein Verlust für die gesamte Gegend!

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Geführte Rundgänge durch die Sonderausstellung „Freyheit durch Bildung“ finden an Samstagen um 15.00 Uhr und an Sonn- und Feiertagen um 11.00 und 15.30 Uhr statt.

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„Freyheit durch Bildung“ scheint heute kaum weniger aktuell als damals. Welche Rolle spielt Bildung für einen verantwortungsvollen Umgang mit den Freiheiten, die wir genießen? Und wie steht es umgekehrt um den freien Zugang zu Bildung? Freiheit verlangt Verantwortung, Verantwortung verlangt Bildung.


Die Ausstellung beleuchtet zentrale Fragestellungen der Reformation und deren Auswirkung auf das Heute: Warum war der evangelischen Kirche stets die Bildung ein Anliegen? Welche Konsequenzen hatten Luthers Lehren in Österreich, in Niederösterreich? Wie erfolgte der Glaubenswechsel und wurde er überhaupt aktiv wahrgenommen? Wie waren Religion und Herrschaft miteinander verbunden? Was machte die „Hohe Schule“ zu  Loosdorf einzigartig? Wie stand sie mit der Schallaburg in Verbindung? Inwiefern war die Schulordnung innovativ?

Ein wichtiges Anliegen Luthers: Jeder Gläubige sollte die Heilige Schrift lesen können! Den Unterricht organisierten evangelische Städte oder Adelige, wie Hans-Wilhelm von Losenstein, der Herr der Schallaburg – auf eigene Kosten. „Die Ausstellung verbindet das geschichtliche Geschehen der Reformationszeit in Niederösterreich mit der Bildungsfrage und vermeidet dadurch eine rein historisierende Betrachtungsweise. Sie zeigt das Bildungsbewusstsein der damaligen protestantischen Verantwortlichen, die in der Loosdorfer Schulordnung und in der "Hohen Schule" zu Loosdorf eine besondere reformpädagogische Gestalt bekommen haben“, erklärte die inhaltliche Leiterin der Ausstellung, Helene Miklas.
 
Die Sonderausstellung begibt sich damit auf eine Spurensuche in ein wichtiges und allzu oft vergessenes Kapitel niederösterreichischer Geschichte. Besonders interessant sind die aktuellen Fragen zu Bildung, die immer wieder eingestreut werden. Darüber hinaus soll die Schau aber auch zum Nachdenken über einige grundsätzliche Aspekte der immer aktuellen Bildungsdiskussion anregen. „Wer trägt Verantwortung für Bildung? Wer bestimmt die Lehrinhalte? Wessen Interessen stehen dabei im Vordergrund? Es sind Fragen wie diese, die man für historische Kontexte ebenso wie für unsere eigene Gegenwart kritisch stellen muss", so Dominik Heher (Inhaltliches Team).

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