Das Fernsehen musste erst erfunden werden? So lange ist es her, dass der erste Mann auf dem Mond war? Keine MP3s und Konsolenspiele? Genau vor 50 Jahren begann eines der interessantesten und vielschichtigsten Jahrzehnte: Die Sechziger! In der umfassenden Großausstellung „Die 60er. Beatles, Pille und Revolte“ zeigt Schloss Schallaburg unterschiedliche Aspekte dieses so widersprüchlichen Jahrzehnts. Der Themenbogen spannt sich von Kunst über Politik, Gesellschaft bis hin zu Technik.
Das Ausstellungsjahr 2010 auf Schloss Schallaburg ist ganz den 1960er Jahren gewidmet. Der Themenreigen der groß angelegten Schau „Die 60er. Beatles, Pille und Revolte“ reicht vom Aufstieg des Fernsehens zum tonangebenden Medium, über modische Kapriolen wie Minirock und Transparent-Look als Indiz der sexuellen Befreiung der Frau, bis hin zu den aufkeimenden Jugendkulturen, die durch Unangepasstheit die bürgerlichen Wertvorstellungen in Frage stellten.
Dieses Gesellschaftsthema kann auch als ideale Ergänzung zum Unterricht herangezogen werden. Unsere Museumspädagogik ist generell so ausgerichtet, dass die Schülerinnen und Schüler auch ohne Vorkenntnisse durch die Ausstellungsräume geführt werden können.
Pädagogisch aufbereitete Objekt- und Raumtexte für Kinder und Jugendliche sowie zahlreiche Objekte, die auf deren „Augenhöhe“ präsentiert werden, begleiten durch den Ausstellungsrundgang. Interaktive Stationen machen dieses stürmische Dezennium im Hier und Jetzt begreifbar.
Eine ideale Ergänzung zum Ausstellungsbesuch sind die ausstellungsbezogenen kostenlosen Rätselhefte (6-9 Jahre und 10-14 Jahre), die auf spannende Weise den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit bieten, sich eigenständig mit der Thematik auseinanderzusetzen.
Ein besonderes Highlight sind die originalgetreuen Hippiebusse im Freibereich des Schlosses, in denen auf das Musikfestival Woodstock eingegangen wird. Gerne können sie vor oder nach dem Vermittlungsprogramm besucht werden.
Das Kulturvermittlungsprogramm der Schallaburg bietet allen SchülerInnen ein auf drei Altersgruppen (7-11 Jahre/ 12-14 Jahre/ junge Erwachsene) abgestimmtes Aktivprogramm inklusive Führung durch die Ausstellung. Dabei werden Ihnen die Ausstellungsinhalte auf spannende und altersgerechte Weise näher gebracht:
Erster thematischer Anknüpfungspunkt für unsere jüngsten Gäste ist das reichhaltige Angebot an Spielzeug, die die Sechziger Jahre hervorgebracht haben. Bei unserem gemeinsamen Rundgang gilt es beispielsweise herauszufinden, warum die schlanken Barbiepuppen und die Autorennbahn mit ihren elektrisch angetriebenen Modellautos eigentlich so beliebt waren. Ein zweites wichtiges Thema ist der Kinderliteratur gewidmet. In der Ausstellung kommen „Räuber Hotzenplotz“ und „Bäh, das ungezogene Schäfchen“ genauso vor, wie die als „Schundhefte“ titulierten Comics. Beliebt waren „Mickey Mouse“, „Fix&Foxi“ und „Familie Feuerstein“, die manchmal nur heimlich gelesen werden durften. Auch das Fernsehen wurde für Kinder interessant: Erstens konnte man zunehmend alles in Farbe genießen und zweitens entstanden eigene Kindersendungen, die auch ohne Beisein der Eltern angesehen werden konnten. „Wer bastelt mit“ bot Ideen für zackige Bastelanleitungen. „Dr. Dolittle“ übte Faszination aus, da er 498 Tiersprachen beherrschte und „Lassie“ wurde durch die Fernsehserie der berühmteste Hund der Welt. Abends kam schließlich das „Betthupferl“ oder das „Sandmännchen“ im Radio. Als Puppenfigur begegnet es uns in der Ausstellung.
1969 wurde mit der Mondlandung ein uralter Menschheitstraum wahr. Viele Kinder träumten danach selbst Astronaut zu werden, um das Weltall zu entdecken. Ein Raketenmodell, ein Raumanzug samt Schuhe und die mitgebrachten Mondsteine vermitteln uns die Faszination, aber auch die Schwierigkeiten, die mit diesem Beruf verbunden sind. Ein Holzpuzzle zur Mondlandung 1969 wird in Kleingruppen zusammengestellt und simuliert auf spielerische Weise den damaligen „Wettlauf zum Mond“ zwischen der Sowjetunion und den Vereinigten Staaten Amerikas.
Thematischer Schwerpunkt für die Jugendlichen ist die Vermittlung des Lebensgefühls der 1960er Jahre. Die Mode, die Musik und das Aufbegehren gegen die Kultur der Eltern stehen dabei im Mittelpunkt. Hippe Kleider und auffällige Accessoires im typischen Stil der Mode der Sechziger stehen zum Anprobieren bereit. Transistorradio, Kassettenrekorder und Plattenspieler – so hießen die neuesten technischen Errungenschaften im Bereich der Musikwiedergabe. Mit diesen Geräten konnten Jugendliche nun ihre Musik hören, wann und wo immer sie wollten und das sogar mit Stereo-Ton. Eine interaktive Station lädt dazu ein, Vergleiche zwischen Kassette, LP und Single von damals und den heutigen Speichermedien von MP3, DVD und Musikhandy anzustellen. Am meisten Spaß macht es natürlich, eine originäre Jukebox aus den 1960ern selbst auszuprobieren. Mit ihrer faszinierenden einsehbaren Greif- und Abspielautomatik lässt sie Beatles, Rolling Stones und Bob Dylan noch heute erschallen. Ausgewählte Wahlsprüche führen die gegenkulturelle Jugendbewegung vor Augen. Ansteckbare Buttons können auf einfache Weise gestaltet, gefertigt und auch mitgenommen werden. Drei Buttonmaschinen stehen dazu bereit.
Für die jungen Erwachsenen besteht nach Absprache mit dem/r Vermittler/in die Möglichkeit gezielte Schwerpunkte auszuwählen. Im Zentrum der Vermittlung stehen Themen, die auch heute noch gesellschaftliche Relevanz besitzen. Beispielsweise wird das Frauenbild der Sechziger Jahre auf seine Heterogenität hin befragt, indem die Frau als Hausfrau und Sexbombe vorgestellt wird. Zudem sehen wir die in der Werbung vermehrt angepriesenen Küchen- und Haushaltsgeräte, aber auch Marilyn Monroe als lebensgroße Figur wie sie gerade über dem Kanalgitter mit Ventilator steht. Auch das Thema Sexualität wird in dieser Ausstellung in breitem Maß berührt. „Antibabypille“ und „Kondom-Automat“ fordern zu einem Gespräch über die unterschiedlichen Moralvorstellungen der damaligen Zeit auf. In den Studentenrevolten von 1968 erreichte der Protest gegen das Establishment ihren Höhepunkt. Handkes „Publikumsbeschimpfung“ ist ein anschauliches Beispiel dafür, wie dieser gesellschaftliche Aufbruch im Bereich Literatur und Theater aufgenommen wurde. „Get dressed“ ist eine interaktive Station, die einen dazu einlädt, die ungleichen Modevorstellungen der Sechziger Jahre individuell gestalten zu können. Die Auswahlmöglichkeit reicht dabei vom Minirock über den Hosenrock bis zum Hippielook. In einem vorgesehenen Aktionsraum mitten in der Ausstellung regt ein Beat Time Flipper zum Spielen an und in der KaraokeBOX kann man Songs aus den Sechzigern nachsingen.
Auf Anfrage können einzelne Aktivitäten auch getauscht und/oder an die jeweilige Altersgruppe angepasst werden.
Die gesamte Vermittlung für alle Schulklassen dauert ca. 1 ¼ Stunden.
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Für Kinder und Jugendliche gibt es zu bestimmten Objekten interaktive Bereiche, die eine intensive Auseinandersetzung mit speziellen Themen bzw. einzelnen Objekten ermöglichen. Die jungen BesucherInnen werden angeregt, Inhalte zu hinterfragen und verschiedenen Fragestellungen auf den Grund zu gehen. Durch Hands-On- wie Minds-On-Bereiche werden neue Formen der Wissensaneignung geschaffen. Sie bieten Abwechslung bei der sinnlichen Erfahrung wie auch beim (unbewussten) Erkenntnisgewinn.
Die Kinderschiene bietet dem jungen Publikum zahlreiche interaktive Stationen durch die Ausstellung „Die 60er Jahre. Beatles, Pille und Revolte“. Die Schülerinnen und Schüler erkunden damit ein Jahrzehnt, das sie allenfalls von Erzählungen ihrer Eltern oder Großeltern kennen. Die vielen Selbstverständlichkeiten des heutigen Alltags werden plötzlich aus einer anderen, gleichsam neuen Perspektive erlebt, denn das Fernsehen, die Musik, das Einkaufen, die Mode und vieles mehr waren damals einem rasanten Wandel unterworfen.
Mit den vielen interaktiven Bereichen kann diesen Veränderungen nachgespürt werden. So werden alte Schillingnoten, auf denen damals noch bekannte Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur abgebildet worden waren (wie beispielsweise Josef Ressel und Berta von Suttner), zu entschlüsseln sein. Die Präsentation der typischen Warenvielfalt aus den sechziger Jahren wirft folgende Fragen auf: Was unterscheidet einen so genannten Greissler vom Supermarkt? Hier gewinnt man mit einem Schätzspiel auch gleich einen Eindruck davon, was und wie viel man für einen bestimmten Geldbetrag heute und damals erwerben konnte. Beim „Spiel, das anzieht ...“ kann man so richtig die Mode der damaligen Zeit erleben und selbst sein Outfit zusammenstellen. Wer wissen will, womit die Eltern oder Großeltern früher Musik gehört haben und welche Speichermedien verwendet worden waren, ist bei der Station „Kassettenrekorder und Co“ an der richtigen Stelle. Durch Vergleiche mit heutigen technischen Möglichkeiten erlebt man die rasante technische Entwicklung hautnah. Für Autoliebhaber gibt es großartige Modelle aus den Sechzigern, wo man überlegen kann, welche Automarken sich hier präsentieren.
Die Mondlandung war DAS Ereignis am Ende dieses an Ereignissen nicht armen Jahrzehnts. Unsere jungen Besucher/innen können sich hier auf die Spur des berühmten Astronauten Armstrongs begeben und selbst in diese Rolle schlüpfen. Gilt es doch, eine digitale Mondlandefähre heil auf dem Mond zur Landung zu bringen. Hier ist Geschick und Geduld gefragt.
Ein großes Highlight der Ausstellung ist der Aktionsraum mitten in der Ausstellung. Hier kann man in der KaraokeBOX Songs aus den Sechzigern nachsingen oder bei einem elektronischen Quiz herausfinden, was nun wirklich „typisch sechziger Jahre“ war. Auch ein Flipper, eine Jukebox oder ein Autodromauto laden zum spielen bzw. ausprobieren ein.
Zum Abschluss der Ausstellung wird die große Zeit der Beatles gefeiert und mit ihnen die Hippiekultur und das größte Musikevent überhaupt – das Woodstock-Festival!
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Schallaburg & Wachau für Schüler
Ihr Tagesprogramm:
Am Vormittag besuchen Sie eines der schönsten Renaissanceschlösser nördlich der Alpen. Erkunden Sie den prachtvollen Arkadenhof mit seinen Terrakotta-Plastiken aus dem 16. Jahrhundert. Danach erwartet Sie eine Führung durch die aktuelle Ausstellung „Die 60er. Beatles, Pille und Revolte“. Zu Mittag stärken Sie sich bei klassischen österreichischen oder typischen Köstlichkeiten rund um die Sechziger im Schlossrestaurant. Um 13:50 Uhr geht es dann mit der MS Austria von Melk nach Spitz – genießen Sie das Weltkulturerbe Wachau mit ihren mittelalterlichen Burgruinen und wildromantischen Weingärten.
Inkludierte Leistungen
• Mittagessen im Schlossrestaurant (2 Gänge Menü)
• Fahrt mit der MS Austria von Melk nach Spitz
Preis pro Person EUR 25,-
Gültigkeit: 1. Mai bis 1. November 2010
Mindestteilnehmer: 20 Personen
Buchung und Information:
Mostviertel Tourismus GmbH;
Adalbert-Stifter-Str. 4, 3250 Wieselburg
Tel: +43/ (0) 7416/521 91
office@most4tel.com, www.mostviertel.info
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Die Kulturvermittlung Niederösterreich bietet PädagogInnen das
geballte Schul- und Vermittlungsangebot der Niederösterreichischen
Kulturwirtschaft für die kulturelle Jahresplanung auf einen Blick.
Die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Kulturinstitutionen, gemäß den
Vorgaben des bmukk und der Schwerpunktsetzung des Landesschulrats für
Niederösterreich wird durch hervorragende Angebote, die seitens unseres
Bundeslandes in den Kulturinstitutionen der Niederösterreichischen
Kulturwirtschaft in den letzten Jahren geschaffen wurden, enorm
erleichtert.
Und weil sich Kunst und Kultur nicht von selbst verstehen, steuern 21
führende niederösterreichische Kulturinstitutionen und 3 Festivals
qualitativ hochwertige Vermittlungsangebote speziell für Schulen sowie
einen Ausblick auf die Niederösterreichische Landesausstellung 2011
bei. Wir bringen komplexe künstlerische Produktionen, Kulturtechniken
und Kunstformen in Form von Workshops, Projekten, Gesprächen,
Führungen, Partizipationsangeboten und vielem mehr Kindern,
Jugendlichen und SchülerInnen nahe.
Neu ist mit 2009 – flankierend zu einem Überblick in Broschürenform –
das eigene Webportal. Hier können PädagogInnen und OrganisatorInnen im
Bereich Kinder- und Jugendbetreuung für alle Altersgruppen – vom
Kindergarten bis zur Hochschule erstmals maßgeschneidert nach Alter und
Sparte das gesamte Vermittlungsprogramm von 25 verschiedenen
Kulturinstitutionen nach geeigneten Programmpunkten für ihre Gruppe
durchsuchen.
Wir freuen uns mit diesen Service-Einrichtungen den Schulalltag zu
bereichern und dem kulturellen Engagement in der Schule und
Bildungseinrichtungen zuzuarbeiten.
Webportal: www.kulturvermittlung.net