Angebot am Wochenende

In dieser Saison werden an jedem SONNTAG und an FEIERTAGEN verschiedene Kinderanimations-Stationen angeboten!


Programm

  9.30    Fechtschule
10.30    Scherenschnitt, Papierrosen, Wappen malen
11.30    Kanonenschießen
12.30    Mittagspause
13.30    Steckenpferdreiten, Stelzengehen, alte Kinderspiele
14.30    Scherenschnitt, Papierrosen, Wappen malen
15.30    Fechtschule
16.30    Kanonenschießen
17.30    Ende

DETAILS zu den einzelnen Programmpunkten

Scherenschnitt basteln

Technik: Es wird ein weißes oder farbiges Blatt Papier gefaltet und ein Muster darauf gezeichnet, welches ausgeschnitten wird. Das Papier wird wieder auseinander gefaltet und es entsteht ein wunderschöner Scherenschnitt. Die zweite Variante ist das Ausschneiden einer Silhouette eines Kopfprofils.
Historischer Hintergrund: Da in der Zeit Napoleons – auch schon vorher – für den Krieg gespart werden musste, war auch die Technik des Scherenschnitts, bei dem man die Farbe aussparen konnte, sehr beliebt. Man reduzierte die Darstellung auf die Silhouette – auf einen schattenhaften Umriss, der jedoch die wesentlichen Merkmale einer Person zum Ausdruck brachte. Solche Scherenschnitte von Silhouetten wurden oft zur Erinnerung an geliebte Personen angefertigt.

Papierrosen basteln
Technik:
Bei einem Papiertaschentuch oder einer Papierserviette wird ein 0,5-1 cm breiter Streifen abgerissen. Die Serviette wird wie eine Ziehharmonika gefaltet und in der Mitte mit dem abgerissenen Streifen zusammengebunden. Dann werden die einzelnen Lagen der Serviette auf beiden Seiten aufgezogen – fertig ist die Papierrose.
Historischer Hintergrund: Die erste Frau Napoleons, Joséphine, gilt auch als Rosenkaiserin, die im 19. Jh. eine Rosen-Euphorie auslöste. Joséphine sammelte Rosen, die sie aus der ganzen Welt importieren ließ. Ihr Rosengarten in Malmaison umfasste eine Sammlung von 250 Arten und sie war maßgeblich an der Namensgebung einiger Arten beteiligt. Die Rose "Empress Joséphine" wurde nach Joséphine de Beauharnas benannt.

Wappen malen
Technik: Mit Buntstiften werden Wappen nach Vorlagen zuerst gezeichnet und dann ausgemalt oder nur ausgemalt.
Historischer Hintergrund: Das Wappen stellte früher wie auch heute eine eindeutige Identifikationshilfe dar. Man legte damit seine Zugehörigkeit seine Wurzen und Kraftquellen fest. Um ein Wappen eindeutig erkennbar zu machen, sollte die Anzahl der Farben, Felder und Figuren möglichst gering sein. Die Figuren sollten den Schild weitgehend ausfüllen: "Weniger ist Mehr". Die Farbregel besagt, dass jeweils eines der Felder im Wappen in einer Farbe gestaltet sein soll und eines in metallischer Farbe.

Fechtschule
Technik:
Erlernen der Fechtstellung und einiger Aktionen. Es wird eine Choreografie einstudiert und vorgezeigt.
Historischer Hintergrund: Die Grenadiere bildeten eine militärische Elite zur Zeit Napoleons. Sie wurden bei Belagerungen mit besonders gefährlichen Aufgaben betraut und an Schwerpunkten des Kampfes in der Schlacht eingesetzt. Zu ihrer Bewaffnung gehörte neben etwa einem Dutzend Granaten eine Muskete mit Bajonett und der Grenadiersäbel. Besonders berühmt wurden die "Grenadiere der alten Garde" der Kaiserlichen Garde von Napoleon, die bis zur Schlacht von Waterloo den Ruf der Unbesiegbarkeit genossen.

Kanonenschießen
Technik:
3-5 Personen arbeiten bei einem Kanonenschuss zusammen. In der Animation werden die Aufgabenbereiche zugeteilt. Es wird, wie beim Dosenschießen, mit einem Ball ein Ziel anvisiert und abgeschossen.
Historischer Hintergrund: Mindestens drei, meist sechs (Doppelbesetzung) oder mehr Personen bedienten eine schwere Kanone. Der Geschützführer war verantwortlich für die Ausrichtung des Geschützes, der Ladekanonier für das Laden. Der Auswischer reinigte sie nach jedem Schuss mit Wasser und Bürste. Napoleons Waffenstärke war nicht zuletzt vom Einsatz der Kanonen und Handfeuerwaffen abhängig. Viele Schlachten wurden durch den taktisch klugen Einsatz der Kanonen gewonnen.

Steckenpferd reiten
Technik:
Auf Steckenpferden wird ein Parcours geritten. Es können mehrere Kinder um die Wette reiten.
Historischer Hintergrund: Einige Quellen behaupten, dass Napoleon ein miserabler Reiter war. Allerdings liebte Napoleon seine Pferde! Er ließ sie fürsorglich betreuen und erkundigte sich bei seinen Feldzügen immer wieder nach den Daheimgebliebenen. Von den vielen, die er im Laufe seines Lebens besaß, ließ er diejenigen, die er besonders liebte, auf Gemälden festhalten, damit sie so unsterblich würden wie sein eigener Ruhm, so unvergessen blieben wie die großen Schlachten, in denen sie ihn getragen hatten.

Stelzen gehen
Technik:
Auf einfachen Stelzen können Kinder als auch Erwachsene ihr Geschick erproben. Wer dann das Gehen schon so einigermaßen beherrscht, kann mit den Stelzen einen Hindernisparcours überwinden.
Historischer Hintergrund: Im 19. Jahrhundert wurden Stelzen von Hirten in Frankreich benutzt, um ihre Schafe vor sich nähernden Wölfen zu schützen und um überschwemmte oder sumpfige Gelände überqueren zu können. Damit hatten Stelzen nicht nur eine vergnügliche Bedeutung, sondern vor allem auch eine praktische.

Alte Kinderspiele
Technik: Bei Schönwetter werden im Freien alte Kinderspiele wie Zimmer-Küche-Kabinett, Tempelhüpfen, Seilziehen, ... durchgeführt, bei Schlechtwetter Kartenspiele in den großen Zelten.
Historischer Hintergrund: Kinder spielten damals mit einfachsten Mitteln. Sehr geläufig waren Lauf- und Fangspiele sowie Hüpfspiele. In den napoleonischen Feldlagern waren Kartenspiele als Zeitvertreib nicht wegzudenken. Viele herkömmliche Kartenspiele fördern und trainieren Eigenschaften wie Konzentration, Aufmerksamkeit, Kurzzeitgedächtnis und strategisches Denken. Im Gesellschaftsleben des 19. Jahrhundert waren Pharo und Vingt-et-un (21 – heute Black Jack) die geläufigsten Spiele.