Schloss Schallaburg zeigt von 16. Mai bis 1. November 2009 die Ausstellung „Napoleon – Feldherr, Kaiser und Genie“. Sie widmet sich dem Leben Napoleons, von seiner Jugend als französischer Kadett bis zu seinem Tod auf St. Helena.
Napoleon wird in der ganzen Breite seiner faszinierenden Persönlichkeit dargestellt. Die Ausstellung zeigt ihn nicht nur als großen General und Politiker, sondern auch als Verwaltungsfachmann und Gesetzesinitiator, als Förderer der Künste sowie als Familienmensch.
Der Schwerpunkt der Ausstellung beschäftigt sich mit der Beziehung Napoleons zu Österreich, die neben zahlreichen militärischen Konflikten auch eine Phase des Bündnisses umfasste. Dieses Bündnis wurde durch die Heirat mit Marie Louise, der Tochter Kaisers Franz I., besiegelt. 1813 entschied sich Österreich unter der Führung Metternichs für ein Ende des Bündnisses mit Napoleon.
Am Ende der Napoleonischen Kriege wurde Wien der Veranstaltungsort eines großen Friedenskongresses, dem Wiener Kongress.
Die Ausstellung wird prunkvolle Leihgaben aus den wichtigsten französischen Sammlungen genauso zeigen, wie Objekte aus dem Kunsthistorischen Museum in Wien und der Eremitage in St. Petersburg.
Ausstellung auf Schloss Schallaburg
von 29. März bis 19. Oktober 2008
Wilder Westen, Abenteuer – wer kennt sie nicht: die Indianer. Dass Indianer mehr sind als romantisch-mythische Gestalten, die in Tipis wohnen, Pfeile schießen und Friedenspfeife rauchen, zeigt die Ausstellung „Indianer – Ureinwohner Nordamerikas“, die von 29. März bis 19. Oktober 2008 auf Schloss Schallaburg zu sehen ist.
Ein Indianerwochenende zum Start und ein fesselndes Rahmenprogramm laden Groß und Klein ein, die Welt der Ureinwohner Nordamerikas näher kennen zu lernen.
Ausgehend vom Mythos „Indianer“ präsentiert das Renaissanceschloss Schallaburg ab 29. März anhand zahlreicher Exponate, darunter ein echtes grönländisches Haus, ein Bisonschädel für den Sonnentanz, ein Kajakmodell, Mokassins mit Glasperlenverzierungen oder Masken, welche vielfältigen Kulturen sich hinter dem Klischee „Indianer“ verbergen. Die Ausstellung „Indianer – Ureinwohner Nordamerikas“ räumt mit klassischen Vorurteilen auf, betont Prof. Dr. Christian Feest, Kurator der Ausstellung: „Zum Glück ist das wirkliche Leben oft viel spannender als jede ausgedachte Geschichte. Das gilt auch für das Thema 'Indianer'“.
Neben wichtigen Beständen des Museums für Völkerkunde in Wien lassen zahlreiche Leihgaben bedeutender europäischer Museen die Welt der Indianer plastisch und authentisch auferstehen: Vom ersten Kontakt mit Europäern, über religiöse Riten und Bräuche bis zum Tausch der Insel Manhattan gegen Glasperlen.
Die Geschichten der einzelnen Objekte spannen einen Bogen von der Vergangenheit bis zur Gegenwart und führen die Besucher auf eine historische Reise quer über den nordamerikanischen Kontinent: Von den Nootka an der amerikanischen Nordwestküste über das Gebiet der Großen Seen im Mittelwesten und Grönland zu den Völkern des ehemaligen „Russischen Amerika“ sowie zu den Sioux und Apachen.
Die Ausstellung auf der Schallaburg zeigt eine eindrucksvolle Schau über die Geschichte der Indianervölker Nordamerikas. Kinder sind dabei herzlich Willkommen. Für sie gibt es eigene Kindertexte. Sie erfahren dabei von Häuptling Maquinna oder vom Bündnis der Iroquois (Irokesen) oder woher das Wort "Anorak" stammt und vieles mehr. Zusätzlich gibt es Überraschungen, wie beispielsweise kleine Guckkästen. Öffnet man einen, dann kann man richtige Pferdeschweifhaare angreifen und erfährt nebenbei viel Interessantes über das Pferd und seine Bedeutung für die Indianervölker. So manches spannende Original können sich die Kinder ganz bequem ansehen, da die Vitrinen auf Kinderhöhe angepasst sind. Diese Exponate sind kindgerecht beschrieben. Das Symbol einer Hand mit einem Auge darin verweist auf alle Kinderbereiche, sodass sich unsere jungen Gäste sofort orientieren können. Für alle kleinen und jungen Indianer gibt es Gratisrätselhefte. Damit wird der Ausstellungsrundgang zum absoluten Abenteuer. Denn erst wenn ein Geheimcode geknackt wurde, darf man sich eine Überraschung aus den Ausstellungsshop holen. Also - wer Lust auf ein Tierspurenrätsel hat oder die Zeichensprache der Indianer lernen möchte, kommt einfach in die Ausstellung auf die Schallaburg.
Zur Ausstellung „Indianer – Ureinwohner Nordamerikas“ bietet Schloss Schallaburg ein spannendes Rahmenprogramm. Ein besonderes Highlight ist das Tipidorf. Es illustriert die Lebensgewohnheiten und den Alltag der Indianer. An Wochenenden und Feiertagen gibt es dort zu jeder vollen Stunde Spiel und Spaß für die ganze Familie: Wer sich selbst einmal wie ein „Indianer“ fühlen möchte, kann vom Bogenschießen über indianische Riten bis hin zum Verkosten der Indianerküche am Lagerfeuer, alles einmal selbst ausprobieren.
Bildnachweise:
Three Fingers CheyenneCopyright: Museum für Völkekunde Wien (Fotosammlung) Foto: Frank A. Rinehart, 1898
Maske mit anthropomorpher Darstellung des Mondes. Haida, British Columbia, um 1870.
Copyright:
Museum für Völkerkunde Wien (Slg. Aubry-Lecomte)