Rückblick
Indianer
29.03.08 -
19.10.08
Indianer - Ureinwohner Nordamerikas
Ausstellung auf Schloss Schallaburg von 29. März bis 19. Oktober 2008 Wilder Westen, Abenteuer – wer kennt sie nicht: die Indianer. Dass Indianer mehr sind als romantisch-mythische Gestalten, die in Tipis wohnen, Pfeile schießen und Friedenspfeife rauchen, zeigt die Ausstellung „Indianer – Ureinwohner Nordamerikas“, die von 29. März bis 19. Oktober 2008 auf Schloss Schallaburg zu sehen ist. Ein Indianerwochenende zum Start und ein fesselndes Rahmenprogramm laden Groß und Klein ein, die Welt der Ureinwohner Nordamerikas näher kennen zu lernen.
Ausgehend vom Mythos „Indianer“ präsentiert das Renaissanceschloss Schallaburg ab 29. März anhand zahlreicher Exponate, darunter ein echtes grönländisches Haus, ein Bisonschädel für den Sonnentanz, ein Kajakmodell, Mokassins mit Glasperlenverzierungen oder Masken, welche vielfältigen Kulturen sich hinter dem Klischee „Indianer“ verbergen. Die Ausstellung „Indianer – Ureinwohner Nordamerikas“ räumt mit klassischen Vorurteilen auf, betont Prof. Dr. Christian Feest, Kurator der Ausstellung: „Zum Glück ist das wirkliche Leben oft viel spannender als jede ausgedachte Geschichte. Das gilt auch für das Thema 'Indianer'“.
Die Ausstellung: Ein bunter Bogen von den Urzeiten bis ins Heute
Neben wichtigen Beständen des Museums für Völkerkunde in Wien lassen zahlreiche Leihgaben bedeutender europäischer Museen die Welt der Indianer plastisch und authentisch auferstehen: Vom ersten Kontakt mit Europäern, über religiöse Riten und Bräuche bis zum Tausch der Insel Manhattan gegen Glasperlen. Die Geschichten der einzelnen Objekte spannen einen Bogen von der Vergangenheit bis zur Gegenwart und führen die Besucher auf eine historische Reise quer über den nordamerikanischen Kontinent: Von den Nootka an der amerikanischen Nordwestküste über das Gebiet der Großen Seen im Mittelwesten und Grönland zu den Völkern des ehemaligen „Russischen Amerika“ sowie zu den Sioux und Apachen.
Ausstellungsinhalte, besonders für die jüngsten Besucher aufbereitet
Die Ausstellung auf der Schallaburg zeigt eine eindrucksvolle Schau über die Geschichte der Indianervölker Nordamerikas. Kinder sind dabei herzlich Willkommen. Für sie gibt es eigene Kindertexte. Sie erfahren dabei von Häuptling Maquinna oder vom Bündnis der Iroquois (Irokesen) oder woher das Wort "Anorak" stammt und vieles mehr. Zusätzlich gibt es Überraschungen, wie beispielsweise kleine Guckkästen. Öffnet man einen, dann kann man richtige Pferdeschweifhaare angreifen und erfährt nebenbei viel Interessantes über das Pferd und seine Bedeutung für die Indianervölker. So manches spannende Original können sich die Kinder ganz bequem ansehen, da die Vitrinen auf Kinderhöhe angepasst sind. Diese Exponate sind kindgerecht beschrieben. Das Symbol einer Hand mit einem Auge darin verweist auf alle Kinderbereiche, sodass sich unsere jungen Gäste sofort orientieren können. Für alle kleinen und jungen Indianer gibt es Gratisrätselhefte. Damit wird der Ausstellungsrundgang zum absoluten Abenteuer. Denn erst wenn ein Geheimcode geknackt wurde, darf man sich eine Überraschung aus den Ausstellungsshop holen. Also - wer Lust auf ein Tierspurenrätsel hat oder die Zeichensprache der Indianer lernen möchte, kommt einfach in die Ausstellung auf die Schallaburg.
Das Rahmenprogramm: Tipidorf und Lebensart
Zur Ausstellung „Indianer – Ureinwohner Nordamerikas“ bietet Schloss Schallaburg ein spannendes Rahmenprogramm. Ein besonderes Highlight ist das Tipidorf. Es illustriert die Lebensgewohnheiten und den Alltag der Indianer. An Wochenenden und Feiertagen gibt es dort zu jeder vollen Stunde Spiel und Spaß für die ganze Familie: Wer sich selbst einmal wie ein „Indianer“ fühlen möchte, kann vom Bogenschießen über indianische Riten bis hin zum Verkosten der Indianerküche am Lagerfeuer, alles einmal selbst ausprobieren.
Bildnachweise:
Three Fingers Cheyenne
Copyright: Museum für Völkekunde Wien (Fotosammlung) Foto: Frank A. Rinehart, 1898
Maske mit anthropomorpher Darstellung des Mondes. Haida, British Columbia, um 1870. Copyright:
Museum für Völkerkunde Wien (Slg. Aubry-Lecomte)
Die Kreuzritter
31.03.07 -
04.11.07
Die Ausstellung „Die Kreuzritter. Pilger. Krieger. Abenteurer.“ behandelt in sechs Themenbereichen Leben, Kunst und Kultur zur Zeit der Kreuzritter.
Ausgangssituation
Beginnend im 11. Jahrhundert verdeutlicht der erste Ausstellungsabschnitt jene Situation in Europa und im Nahen Osten, die den Ursprung der Kreuzzüge begründete: Das Zeitalter war nicht nur von religiösen Ambitionen der Pilger und Bußwallfahrenden geprägt, sondern auch von einem wirtschaftlich beseelten Expansionsgedanken der Europäer durchzogen. Die folgenschweren Worte „Deus Lo Vult!“ – „Gott will es!“ von Papst Urban II im Jahre 1095 waren der Anstoss für Millionen Christen, zur angeblichen Rettung Jerusalems in den Nahen Osten zu ziehen. Überblick Ein kulturgeschichtlicher Abriss berichtet von Zusammenleben, Konfrontation und Austausch zwischen den unterschiedlichen religiösen Bevölkerungsgrupp en. In den folgenden Ausstellungsabschnitten wird auf die drei wohl bekanntesten Persönlichkeiten der Kreuzzüge eingegangen: Papst Urban II, Richard Löwenherz und Sultan Saladin, wobei aufgrund des regionalen Konnex der Person Richard Löwenherz ein besonderer Stellenwert in der Ausstellung zukommt. Details Darüber hinaus vermittelt die Ausstellung auch wesentliche Einblicke der Kreuzzüge und Kreuzfahrerstaaten außerhalb des Nahen Ostens, Palästinas und Syriens. Die Ritterorden, ein bleibendes Erbe der Kreuzzüge, werden auf der Schallaburg ebenso thematisiert wie die zeitgenössische, politische Bedeutung des Begriffs „Moderne Kreuzzüge“. Mit zahlreichen Exponaten aus dem Vorderen Orient sowie aus europäischen Museen, Bibliotheken und Sammlungen gibt die Ausstellung Anregungen, eröffnet Perspektiven und schafft somit neue Blickwinkel auf ein fast 1.000 Jahre altes und zugleich brandaktuelles Thema. Schallaburg, Ritterburg Die Schallaburg bietet für diese Thematik den idealen Rahmen und wird 2007 zur echten „Ritterburg“. Das Angebot für Erwachsene und Kinder wird sich neben der gewohnt spannenden und informativen Museumspädagogik über Ritteressen, Kostümfeste, Ritterspiele und vieles mehr erstrecken. Bildcredits: Ritter-Aquamanile, Frankreich, 13. Jh.,© Kopenhagen, The National Museum of Denmark, Danish Middle Ages and Renaissance Crac des Chevaliers; Copyright: M. Fansa, Landesmuseum Natur und Mensch, Oldenburg Apothekergefäß (Albarello) mit dem Wappen des Malteser Großmeisters Vilhena, 18. Jh., © Valletta, Heritage Malta, National Museum of Fine Arts
Dschingis Khan und seine Erben
31.03.06 -
01.11.06
2006 jährte sich zum 800. Mal die Gründung des Mongolenreichs durch den
legendären Dschingis Khan. Mit über 550 Werken stellte die Ausstellung
das mongolische Reich auf dem Höhepunkt seiner Macht vor. Neueste
archäologische Funde, darunter Schätze aus Gold und Silber, Waffen,
prachtvolle Rüstungen, kostbar illuminierte Manuskripte sowie
historische Karten, Textilien, Keramiken und sakrale Kunstwerke aus
Bronze führten den Besucher durch die wechselvolle Geschichte des
mongolischen Weltreichs. Eine Kooperation der Kunst- und Ausstellungshalle der
Bundesrepublik Deutschland, Bonn, und des Staatlichen Museums für
Völkerkunde München, in Kooperation mit dem Kunsthistorischen Museum
Wien, dem österreichischen Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft
und Kultur, dem Land Niederösterreich und dem Renaissanceschloss
Schallaburg.
Napoleon
16.05.09 -
01.11.09
Napoleon auf Schloss Schallaburg
Schloss Schallaburg zeigt von 16. Mai bis 1. November 2009 die Ausstellung „Napoleon – Feldherr, Kaiser und Genie“. Sie widmet sich dem Leben Napoleons, von seiner Jugend als französischer Kadett bis zu seinem Tod auf St. Helena. Napoleon wird in der ganzen Breite seiner faszinierenden Persönlichkeit dargestellt. Die Ausstellung zeigt ihn nicht nur als großen General und Politiker, sondern auch als Verwaltungsfachmann und Gesetzesinitiator, als Förderer der Künste sowie als Familienmensch.
Schwerpunkt Österreich
Der Schwerpunkt der Ausstellung beschäftigt sich mit der Beziehung Napoleons zu Österreich, die neben zahlreichen militärischen Konflikten auch eine Phase des Bündnisses umfasste. Dieses Bündnis wurde durch die Heirat mit Marie Louise, der Tochter Kaisers Franz I., besiegelt. 1813 entschied sich Österreich unter der Führung Metternichs für ein Ende des Bündnisses mit Napoleon. Am Ende der Napoleonischen Kriege wurde Wien der Veranstaltungsort eines großen Friedenskongresses, dem Wiener Kongress. Die Ausstellung wird prunkvolle Leihgaben aus den wichtigsten französischen Sammlungen genauso zeigen, wie Objekte aus dem Kunsthistorischen Museum in Wien und der Eremitage in St. Petersburg.